Anlagen in Niedrigzinsanleihen im Renditevergleich

– Niedrigzinsanleihen versprechen gute Kursgewinne

Bei den verzinslichen Wertpapieren, die heutzutage am Markt angeboten werden, finden Anleger mittlerweile eine sehr große Auswahl vor. So gibt es beispielsweise deutlich mehr als zehn unterschiedliche Anleihearten, zwischen denen sich die Kunden entscheiden können. Am Markt angeboten werden beispielsweise Staatsanleihen, Wandelanleihen, Gewinnobligationen sowie Währungsanleihen. Zu den diversen Rentenpapieren, für die sich Kunden heutzutage entscheiden kommen, gehören unter anderem auch sogenannte Niedrigzinsanleihen.

Es handelt sich dabei um spezielle Wertpapiere, deren Besonderheit darin besteht, dass die Anleihen mit einem recht geringen Zinssatz ausgestattet sind. Dass diese Wertpapiere einen vergleichsweise niedrigen Zinssatz haben, hat in der Praxis meistens einen von zwei möglichen Gründen. Ein erster Grund besteht darin, dass die Kapitalmarktzinsen allgemein auf einem niedrigen Niveau angesiedelt sind, sodass sich auch der Emittent der Anleihe für einen vergleichsweise geringen Zinssatz entscheiden kann. Darüber hinaus hängt der in der Anleihe verbriefte Zinssatz in großem Umfang davon ab, wie es mit der Bonität des Emittenten bestellt ist. Vergleicht man derzeit beispielsweise die Bundesanleihen mit griechischen Staatsanleihen, so gibt es bezüglich der Verzinsung eine enorme Differenz, auch wenn beide Staaten Mitglieder der Europäischen Union sind und auf Basis des Euro somit eigentlich nahezu identische Zinssätze für ihre jeweiligen Anleihen zahlen müssten.

Dennoch erhalten Anleger bei griechischen Staatsanleihen oftmals noch sechs oder mehr Prozent, während die Bundesanleihe teilweise nur noch mit Zinssätzen von unter zwei Prozent ausgestattet ist. An diesem Beispiel wird deutlich, wie groß die Unterschiede bei festverzinslichen Wertpapieren sein können, was die erzielbare Rendite angeht. Zwar beinhalten Niedrigzinsanleihen eine vergleichsweise geringe Verzinsung, aber dennoch haben Anleger durchaus die Möglichkeit, insgesamt gute Erträge mit diesen Wertpapieren zu erzielen. Der Grund besteht darin, dass jedes Rentenpapier, welches an der Börse gehandelt wird, auch noch einen Kurswert hat.

Denn genauso, wie es bei Aktien der Fall ist, wird der aktuelle Wert einer börsennotierten Anleihe durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Sollte der Kurs der Anleihe über 100 Prozent steigen, so haben Anleger auch bei Niedrigzinsanleihen die Möglichkeit, einen Kursgewinn zu erzielen und damit die Gesamtrendite zu erhöhen. Die Chance auf Kursgewinne bei Niedrigzinsanleihen steigt insbesondere dann, wenn die Kapitalmarktzinsen sinken. In diesem Fall verbrieft die Anleihe nämlich oftmals einen höheren Zinssatz, als der Anleger aktuell bei anderen Wertpapieren ähnlicher Art am Markt bekommen würde. Demzufolge gewinnt die bereits emittierte Anleihe an Wert, sodass deren Kurse steigen. (er)

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