Arten und Renditen von Schuldverschreibungen im Vergleich

– Gewinnschuldverschreibungen für ertragsorientierte Anleger

Besonders im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere stehen den Anlegern am Finanzmarkt zahlreiche Produkte zur Verfügung. Es handelt sich dabei beispielsweise um Staatsanleihen oder Währungsanleihen, die mit einem festen Zinssatz ausgestattet sind. Es gibt auf der anderen Seite aber auch Rentenpapiere, die keinen garantierten Zinssatz beinhalten, sondern mit einer Verzinsung ausgestattet sind, die beispielsweise vom erzielten Gewinn des jeweiligen Emittenten abhängig ist.

Solche Anleihen werden unter anderem auch als Gewinnschuldverschreibungen bezeichnet und eignen sich insbesondere für ertragsorientierte Anleger. Eine Gewinnobligation, wie die Gewinnschuldverschreibung ebenfalls genannt wird, zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass es keinen festen Ertrag gibt. Wovon die Rendite für den Anleger letztendlich abhängt, kann jeder Emittent selbst bestimmen. Meistens wird allerdings der vom Unternehmen erzielte Gewinn als Grundlage genommen, sodass der Anleger zumindest einen Orientierungspunkt erhält. Gewinnschuldverschreibungen können sich - je nach Emittent - deutlich voneinander unterscheiden, auch was die Basis für den berechneten Zinsertrag angeht. Eine der typischen Gestaltungsformen sieht beispielsweise so aus, dass der erzielte Jahresgewinn des Emittenten die Basis dafür bildet, welchen Zinssatz der Anleger erhält. Hier gibt es dann meistens verschiedene Spannbreiten, die den einen oder anderen Zinssatz zur Folge haben. So kann der Emittent beispielsweise festlegen, dass bei einem Gewinn zwischen zwei und 15 Millionen Euro eine Verzinsung von zwei Prozent gezahlt wird.

Beträgt der Gewinn zum Beispiel zwischen 15 und 25 Millionen Euro, so würde in diesem Fall ein Zinssatz von beispielsweise 2,5 Prozent gezahlt. Bezüglich der zu erzielende Rendite lassen sich die Gewinnschuldverschreibungen in mehrere Rubriken unterteilen. Zwei klassische Kategorien sind zum einen die Gewinnschuldverschreibungen, bei denen es eine bestimmte Grundverzinsung gibt. Zum anderen existieren aber auch Gewinnobligationen, die ausschließlich einen vom Unternehmensgewinn abhängigen Ertrag verbriefen. Bei den Gewinnschuldverschreibungen mit einer festen Basisverzinsung kann der Anleger natürlich davon profitieren, dass er auf jeden Fall eine Mindestrendite einkalkulieren kann.

Ob sich der Ertrag noch ausweitet, hängt davon ab, wie erfolgreich der jeweilige Emittent im vorherigen Geschäftsjahr gewirtschaftet hat. Falls die komplette Verzinsung vom erzielten Gewinn abhängig ist, so kann es unter Umständen natürlich passieren, dass der Inhaber der Anleihe in einem Jahr gar keinen Ertrag erzielt. Dies wird meistens unter der Voraussetzung der Fall sein, dass der Emittent der Rentenpapiere in seiner Gewinn- und Verlust-Rechnung einen negativen Saldo ausweisen muss. Die meisten Gewinnschuldverschreibungen können nicht an der Börse gehandelt werden, aber auch hier kann jeder Emittent im Grunde selbst festlegen, ob es sich um börsennotierte Wertpapiere handeln soll oder die Emission bzw. der Verkauf direkt über die Banken erfolgt. (er)

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