Was sind die Vorzüge einer Festzinsanleihe?
Festzinsanleihen und variable Anleihen im Renditevergleich ...
Es gibt eine Vielzahl von Anlageprodukten, die heute von den Banken offeriert werden. Besonders viele unterschiedliche Finanzprodukte finden sich im Bereich der Wertpapiere. Hier können Anleger zum Beispiel in Aktien, Fonds und Anleihen investieren, wobei es dann bei den Anleihen und Fonds auch noch viele „Unterarten“ gibt. So lassen sich die am Markt angebotenen Anleihen zum Beispiel den Wandelanleihen, den Staatsanleihen, den Auslandsanleihen oder den Optionsanleihen zuordnen.
Eine Art von Anleihe ist unter anderem auch die sogenannte Festzinsanleihe. Dabei handelt es sich keineswegs um ein spezielles oder gar seltenes Wertpapierprodukt. Denn schaut man sich am Anleihemarkt um, so wird man schnell feststellen, dass es sich bei den meisten Rentenpapieren um solche Festzinsanleihen handelt. Doch was genau ist eine Festzinsanleihe und durch welche besonderen Eigenschaften können sich diese Anleihen auszeichnen? Die wesentliche Eigenschaft lässt sich bei der Festzinsanleihe bereits am Namen ableiten, nämlich dass dieses Wertpapier mit einem festen Zinssatz ausgestattet ist. In den Anleihebedingungen ist also genau festgelegt, welchen Zinssatz der Anleger während der Laufzeit der Anleihe bekommen wird. Dieser Zinssatz ist garantiert, und kann vom Emittenten der Anleihe, also zum Beispiel einem Staat, einer Bank oder einem Unternehmen aus der Privatwirtschaft, nicht verändert werden. Für viele Anleger ist diese Tatsache sehr positiv, da sie beim Kauf der Anleihe genau wissen, welchen Ertrag sie mit dem Investment erzielen können.
Das Gegenstück zur Festzinsanleihe ist eine variable verzinsliche Anleihe, die mitunter auch als Floater bezeichnet wird. Diese Formen verzinslicher Anleihen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die Höhe der Zinsen eben nicht dauerhaft unverändert bleibt, sondern der Emittent die Höhe des Zinssatzes verändern kann. Besonders eignen sich die Festzinsanleihen für Anleger, denen ein sicher zu kalkulierender Ertrag sehr wichtig ist. Besonders sinnvoll ist die Anlage in Festzinsanleihen dann, wenn am Kapitalmarkt in der näheren Zukunft eher davon auszugehen ist, dass die Anleihezinsen sinken werden. Denn in diesem Fall sichert man sich mit der Festzinsanleihe während der gesamten Laufzeit des Rentenpapieres einen festen Zinssatz. Der weitaus größte Teil aller am Kapitalmarkt angebotenen Rentenpapiere fällt heutzutage in den Bereich der Festzinsanleihen. Dazu gehören zum Beispiel sehr viele Staatsanleihen, aber auch die Banken geben viele ihrer Schuldverschreibungen als Festzinsanleihen aus. Neben dem Zinssatz steht ebenfalls fest, dass der Inhaber der Anleihe sein Kapital bei Fälligkeit zu einem „Kurs“ von 100 Prozent zurückerhält. Nur falls die Festzinsanleihe vor Fälligkeit an der Börse verkauft wird, muss der aktuell gültige Kurs akzeptiert werden. Dieser kann durchaus geringer als 100 Prozent sein. (er)
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