Was ist ein neutraler Anlagestil bei Aktienfonds?

– Verschiedene Anlageformen bei Aktienfonds und deren Bewertung

Der neutrale Anlagestil bei Aktienfonds lässt sich durch verschiedene Beispiele näher beschreiben. Eine erste Erläuterungsmöglichkeit bieten die so genannten Standardwerte in Bezug auf Aktienfonds aus Großbritannien. Diese Kategorie nimmt gesondert Bezug auf das Wachstum und die Bewertung des Marktes. Solche Aktien, welche zu den obersten 70% des Gesamtmarktes in Europa gezählt werden, werden als Standardwerte definiert.

Der so genannte neutrale Anlagestil wird diesbezüglich solchen Fonds zugeordnet, welche weder Value-, noch Growthcharakteristika aufweisen. Besonders bei dieser Form der Geldanlage, ist die Investitionsbandbreite der entsprechenden Fonds. Hierbei ist es üblich, dass mindestens 75% des gesamten Fondsvermögens in Aktien angelegt. Des Weiteren sind es ebenfalls mindestens 75%, welche der jeweiligen Aktienanteile, welche in britischen Unternehmen angelegt werden. Dies ist natürlich lediglich bei spezifischen britischen Aktien Blends der Fall. Der neutrale Anlagestil steht in diesem Zusammenhang vor allem für die Investitionsstrategie der Fondsmanager. Diese ziehen eine neutrale Variante der Anlage vor, um das Risiko der Investitionen zu minimieren.

Eine weitere Kategorie, in welcher es zur Anwendung eines neutralen Anlagestils kommt, ist die der europäischen Standardwerte. Hier sind es vor allem die gesamteuropäischen Werte, welche in die Bewertung mit einbezogen werden. Die Wertigkeiten, welche oben aufgeführt werden, entsprechen den Angaben der europäischen Standartwerte. Der Anlagestil ist entscheidend für den Erfolg, oder auch Misserfolg des Investments der Aktienfonds. Die Verteilung des Risikos ist hierzu der wichtigste Faktor. Das Investment der Anleger wird dementsprechend verteilt. Es wird somit nicht nur in Unternehmen, sonder auch in andere Wertanlagen investiert. Zudem muss das Risiko durch einen gewissenliquiden Anteil abgesichert werden. So ist es maßgeblich vorgegeben, dass mindestens 15% des gesamten Fondsvolumens in Form von Umlaufvermögen vorhanden sein müssen. Hierzu bedarf es einer neutralen Beurteilung der Marktsituation. Diese sollte möglichst neutral ausfallen, um nicht gewissen Produkten aufgrund von Marketing, oder anderen Einflüssen den Vorrang zu geben. Es bedarf weiterhin entsprechender Sachkenntnisse und spezifischen Fachwissen.

Dieses Wissen muss besonders in Bezug auf die Vorgänge am Aktienmarkt vorhanden sein. Der Aktienindex, welcher die Entwicklungen des Marktes aufzeigt, ist hierzu das wichtigste Instrument. Dieser Index zeigt jedoch nur die entsprechenden Wertigkeiten für einen Teil der weltweiten Wirtschaft an. Die Basis dieses Indexes ist die Basisperiode. Die sich hierbei ergebenden Kurssteigerungen und Kurssenkungen bilden eine Entwicklung in Bezug auf den Basiswert ab. Ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Wertentwicklung der Aktienkurse ist die Leistung, oder auch Performance der einzelnen Titel. Man legt hierbei eine gewisse Zielsetzung zu Grunde. Das Ziel ist natürlich eine größtmögliche Leistung zu beschaffen. Diese drückt sich in Ertrag-, oder auch Gewinn aus. Der Ertrag entstammt aus der Steigerung des Aktienkurses. Dieser wiederum ist in der veränderten Anlage der Investorenmittel begründet. Man unterscheidet verschiedene Formen von Fonds. Es existieren offene und geschlossene Varianten. Die geschlossene Form bezieht sich auf die Laufzeit des entsprechenden Fonds.

Diese Art der Fonds sammelt die Mittel der Anleger bis einer im Vorfeld bestimmte Summe erreicht ist. Ist dies geschehen, wird der Fonds geschlossen. Danach ist es nicht mehr möglich, nach bereits getätigtem Investment, sein Kapital auszulösen. Das Investment ist also für einen gewissen Zeitraum fest angelegt. Dies offenbart eine gewisse Unflexibilität. Der Anleger kann auch bei einem negativen Kursverhalten keinen Einfluss auf seinen Anteil am Fondsvolumen nehmen. Flexibler gestaltet sich die Form des offenen Investmentfonds. Hier ist der Anleger in der Lage, sein Kapital jederzeit auszulösen. Im Fall der geschlossenen Fondsvariante ergibt sich der Ertrag, oder Verlust erst nach Ablauf der vorherbestimmten Laufzeit. Die offene Form verspricht zu jedem Zeitpunkt einen Zugang zum eigenen Investment. Hierfür müssen die entsprechenden Banken und Finanzgesellschaften entsprechende liquide Mittel zur Verfügung haben. Sie sind verpflichtet den aktuellen Kurswert der Anteile zu erstatten. Dieser richtet sich nach Gebühren und Erträgen, oder Verlusten am Aktienmarkt. (er)

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