Kfz Steuern
Durch Umrüstung Pkw Steuer sparen ...
Des deutschen Bürgers beliebtestes Kind soll ja bekanntlich sein Auto sein. Wird jetzt durch die teilweise Erhöhung der Kfz Steuern aus dem Liebling vielleicht ein Sorgenkind?
Die Politik hat den so genannten Stinkern den Kampf angesagt mit dem Ergebnis, die Abgasnorm (Euro-Norm, Schadstoffklasse) neu festzulegen. Das heißt, dass zum Beispiel neue Fahrzeuge die Grenzwerte für Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Kohlenwasserstoffe und Partikel strikt einhalten müssen. Die Autobauer müssen die Einhaltung dieser Grenzwerte für eine festgelegte Zeitspanne und Kilometerleistung garantieren.
Die Grenzwerte muss man nach Motortyp (Otto- oder Dieselmotor) und nach Kraftfahrzeugtyp (PKW, LKW und Omnibusse, Zweiräder und Mopeds) unterscheiden. Die Normen sind eingeteilt in Euro 1/E2, Euro 2, Euro 3/D3, Euro 4/D4, Euro 5 (ab 1. September 2009) und Euro 6 (ab 1. September 2014). Seit dem 1. Januar 2005 gilt europaweit für neue PKW die Euro-4-Norm.
Grundsätzlich gilt: Fahrzeuge mit Dieselmotor werden bei gleicher Schadstoffklasse wesentlich höher besteuert als Autos mit Benzinantrieb.
Rund zehn Millionen Fahrzeuge sind heute noch auf deutschen Straßen unterwegs, die nur die Schadstoffklasse Euro 1 erfüllen. Hier muss der Autobesitzer tief in die Tasche greifen: pro angefangene 100 Kubikzentimeter 15,13 Euro Kfz Steuer. Für einen VW Passat mit 1,8-Liter-Motor sind das 272 Euro pro Jahr.
Was man wissen muss: Diese Pkw Steuer lässt sich in den meisten Fällen problemlos mehr als halbieren. Erforderlich ist der Einbau eines so genannten Kaltlaufreglers, die „Zauberdüse“ genannt. Inklusive Montage und Ummeldung kostet das rund 200 Euro. Diese Investition rechnet sich im Normalfall schon im zweiten Jahr, bei großvolumigen Motoren sogar schon im ersten Jahr, da die Pkw Steuern in Abhängigkeit vom Hubraum des Motors festgesetzt wird.
Der Kaltlaufregler erzielt einen erheblich geringeren Schadstoffausstoß. Der Einbau bewirkt - je nach Wagentyp und Nachrüstsatz - eine erheblich verbesserte Einstufung der Schadstoffklasse. Die meisten Autos rutschen in die Klasse Euro 2 und zahlen statt 15,13 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum nur noch 7,36 Euro. Viele schaffen sogar den Sprung in die Klasse D3. Die Grenzwerte entsprechen in diesem Fall der Klasse Euro 3. Konsequenz: Die nachgerüsteten Fahrzeuge werden steuerlich mit den neuesten und abgasärmsten Fahrzeugen gleichgestellt, zu zahlen sind nur 6,75 Euro je 100 Kubikzentimeter.
Ein zehn bis 15 Jahre altes Auto wird - steuerlich betrachtet - durch die Nachrüstung zu einem Neuwagen. (er)
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