Wenn die Kreditraten zum Albtraum werden
Möglichkeiten des Schutzes vor Kreditausfall ...
Von einem so genannten Kreditausfall wird dann gesprochen, wenn der Kreditnehmer nicht mehr in der Lage ist, die Forderungen des Kreditgebers zurückzuzahlen. Der Gläubiger erleidet dadurch einen finanziellen Verlust, da er das verliehene Geld nicht oder nur zu einem gewissen Teil zurückbekommt. Besonders dann, wenn der Schuldner Insolvenz anmeldet, kommt es zu einem Kreditausfall.
Dies trifft sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen zu. Grundsätzlich bedeutet die Insolvenz zwar nicht, dass überhaupt kein Vermögen mehr vorhanden ist, allerdings ist dieses in der Regel nicht mehr ausreichend, um die noch ausstehenden Forderungen begleichen zu können. Banken und andere Kreditgeber wollen sich natürlich vor einem Kreditausfall schützen. Aus diesem Grund werden Darlehen in einer bestimmten Höhe nur dann vergeben, wenn der Kreditnehmer eine entsprechende Sicherheit stellt. Ein typisches Beispiel dafür ist sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen der Kauf einer Immobilie. Vom Kreditinstitut wird dazu der größte Teil des Kaufpreises durch ein Darlehen finanziert, im Gegenzug wird die Bank im Grundbuch eingetragen. Sollte es zu einem Kreditausfall kommen und der Kreditnehmer seine Raten nicht mehr zahlen können, hat die Bank in diesem Fall das Recht, die Immobilie zu verkaufen und von dem Erlös das ausstehende Darlehen zu bedienen. Sollte ein höherer Preis erzielt werden, erhält der ursprüngliche Eigentümer natürlich den übrigen Betrag.
In den meisten Fällen ist der Kreditausfall jedoch mit einem finanziellen Verlust für die Bank verbunden, so dass der Schuldner überhaupt kein Geld aus dem Verkauf erhält. Bevor ein Kreditgeber ein Darlehen vergibt, berechnet dieser das Risiko für einen Kreditausfall. Bei Privatpersonen geschieht dies in Deutschland auf der Basis der Schufa-Akte des jeweiligen Kunden, für Unternehmen gibt es vergleichbare Einrichtungen in Form von speziellen Wirtschaftsauskunfteien. Diese erstellen ein so genanntes Rating, anhand dessen sich auf einen Blick die Bonität des Schuldners ablesen lässt. Grundsätzlich bedeutet ein schlechtes Rating natürlich nicht, dass es in jedem Fall zu einem Kreditausfall kommen wird. Das Risiko ist in diesem Fall jedoch höher, so dass die Bank eventuell davor zurückschreckt, das Darlehen tatsächlich zu vergeben. Alternativ dazu ist es auch möglich, dass ein höherer Zinssatz verlangt wird. Für den einzelnen Kunden wird es dadurch zwar noch schwieriger, die monatlichen Raten zu zahlen, aus der Perspektive der Bank ist es jedoch ein gutes Geschäft; an Kunden, bei denen es nicht zum Kreditausfall kommt, verdient das Institut relativ gut. (er)
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