Private Rente
In jedem Fall sollte auch privat vorgesorgt werden ...
Die staatliche Rente wird in Zukunft nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandart im Alter zu sichern. Die immer noch hohen Arbeitslosenzahlen, die gestiegene Lebenserwartung und zu wenig geborene Kinder sorgen dafür, dass immer weniger Geld für den einzelnen Rentner zu Verfügung steht. 2030 wird die staatliche Rente noch ca 65 % vom letzten Verdienst betragen. Neben der betrieblichen Altersvorsorge ist die private Altersabsicherung ganz entscheidend und gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Nur mit freiwilligen Aufbau von privater Rente kann das Lebensniveau im Alter gehalten werden. Nur wer heute als junger Mensch auf Konsum verzichtet, wird im Alter noch normal leben können. Je früher der Einzelne damit beginnt, um so mehr kann er sich über die Jahre an aufbauen. Bestimmte Modelle zur privaten Altersvorsorge werden vom Staat gefördert. Dazu zählt zum Beispiel die Riester Rente. Der Vorteil eines Riester Vertrages besteht darin, dass auch bei Arbeitslosigkeit (Harz IV) oder Insolvenz, dieses Geld sicher ist. Es kann mit Rentenbeginn nicht in einer Summe ausgezahlt werden, sondern die Rente wird monatlich ein Leben lang gezahlt. Eine weitere Möglichkeit der Absicherung sind kapitalbildende Renten- oder Lebensversicherungen. Auch diese Anlagen sind sicher, wobei die Rendite nicht allzu hoch ist. Die größten Renditen können mit Aktien erzielt werden. Natürlich sind hier auch die Risiken am größten. Mit Aktien sollten nur Spezialisten arbeiten, die sich damit gut auskennen. Eine gute Mischung sind die Fonds. Hier werden sichere und weniger sichere Anlagemöglichkeiten in einen Fond zusammen gelegt und von Spezialisten verwaltet. Es gibt Fonds mit hohen Aktienanteilen, damit mit höherem Risiko und Fonds mit weniger Aktien, die sicherer sind. Sinn bringen diese Anlagemöglichkeiten nur über einen längeren Zeitraum (mind 12-15 Jahre).
Die private Altersvorsorge sollte auf mehreren Säulen stehen. Eine Säule kann dabei die Riester Rente sein. Für Familien mit Kinder ist zu prüfen, ob zumindest der Hauptverdiener ein kapitalbildende Lebensversicherung abschließt. Die dritte Säule können Anlagen von Wertpapieren oder Fonds sein. Jüngere Leute können eher Risikoreicher Geld anlegen. Älter Personen sollten lieber in sicherere Geldanlagen investieren. Das Renteneintrittsalter der staatlichen Rente soll zukünftig 67 Jahre betragen. In bestimmten Berufsgruppen werden viele dieses Alter im Beruf nicht erreichen. Mit 55 Jahren oder älter umschulen und wieder eine Arbeit finden, wird auch in Zukunft nur wenigen gelingen. Mit der privaten Altersvorsorge besteht die Möglichkeit, die privater Rente so aufzubauen, dass die Auszahlungen mit 60 Jahren beginnen. (er)
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