Privater Geldverleih
Vorsicht vor Wucherzinsen beim privaten Geldverleih ...
Wenn Menschen etwas finanzieren möchten, dann gehen sie in der Regel den normalen Weg und nehmen ein Darlehen bei einer Bank oder Sparkasse auf. Diese prüfen vor der Kreditvergabe allerdings die Bonität des Kunden anhand von Gehaltsnachweisen. Sie fragen aber auch Auskunfteien wie zum Beispiel die Schufa ab. Hier werden Daten über Kreditvergaben bei anderen Instituten gespeichert. Aber auch negative Merkmale, zum Beispiel der Ratenrückstand bei einem Kredit oder auch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, werden in der Schufa gespeichert.
Banken, die diese Auskünfte erhalten, werden an den Kunden keine Kredite mehr vergeben. Sind bereits Kredite vorhanden, kann es sogar zu einer Kündigung der Geschäftsverbindung kommen, da sich die wirtschaftliche Situation dramatisch verschlechtert hat.
Wer in einer solchen Situation ist und dringend Geld benötigt, hat nur noch die Möglichkeit. Und zwar das Geld leihen bei privaten Kreditgebern. Angebote hierzu findet man im Internet, aber auch in der regionalen Tageszeitung. Dort liest man dann: "Droht Ihnen die Zwangsversteigerung ? Ich biete günstiges Geld privat."
Diese Geldgeber prüfen zwar ebenfalls die Bonität der Kunden, die Abfrage der Schufa erfolgt jedoch nicht. Somit ist ein privater Geldverleih in diesem Fall wesentlich einfacher und auch schneller, weil die Prüfung der Kreditwürdigkeit nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt. Wer sich privat Geld ausleihen möchte, muss natürlich auch bei Geld von Privat Sicherheiten bieten können. Dies kann zum einen eine Grundschuld auf das eigene Haus sein, aber auch eine Schuldverschreibung. Wer keine Sicherheiten bieten kann, erhält bei privaten Kreditgebern oft nur einen Kleinkredit, der 3000 Euro in der Regel nicht übersteigt.
Die Kosten für Kredite bei privaten Geldgebern sind jedoch wesentlich höher als bei den Banken vor Ort. Zum einen wird hier für die Bearbeitung bereits eine Gebühr zwischen 50 Euro und 250 Euro berechnet, diese ist abhängig von der Kreditsumme. Diese Gebühr wird fällig, unabhängig davon, ob später der Kredit auch vergeben wird. Auch die berechneten Zinsen sind bei privaten Kreditgebern teurer. Sie berechnen in der Regel deutlich über 12% Nominalzins. Diese hohen Zinsen können Kunden, die ohnehin in Geldnöten sind, zusätzlich schaden. So entsteht leicht eine Überschuldung, da die Kosten für die Zinsen bereits die finanziellen Möglichkeiten sprengen.
Die höheren Kosten sind bei den privaten Kreditgebern aber auch nötig, da diese einen höheren Aufwand für die Kreditvergabe betreiben. Sie müssen den Eingang der Ratenzahlung überwachen, auch haben sie keine Abteilung für Mahnungen etc.
Die Konditionen privater Geldgeber unterscheiden sich oft erheblich. Es kann daher lohnen, diese zu vergleichen, ohne gleich eine Gebühr zu bezahlen. Einige dieser Geldgeber sind nur wenig teurer als Banken vor Ort, die Bearbeitung ist jedoch schneller und weniger aufwändig. (er)
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