Mit Nischenprodukten gute Renditen erwirtschaften
Chancen und Risiken am Grauen Kapitalmarkt ...
Am Kapitalmarkt werden dem Anleger heute sehr viele unterschiedliche Formen der Geldanlage angeboten und es gibt teilweise erhebliche Unterschiede, was die Rendite, die Sicherheit und auch die Qualität des gewählten Finanzproduktes betrifft. Viele Geldanlagen werden von staatlicher Seite aus in der Hinsicht kontrolliert, dass Institutionen wie die Börsenaufsicht oder andere Behörden darauf achten, dass es beim Handel mit den Produkten zum einen keine Unregelmäßigkeiten gibt und zum anderen die Emittenten der Produkte bestimmte Bedingungen erfüllen.
So haben beispielsweise die Aktiengesellschaften, deren Aktien im amtlichen Handel an der Börse notiert werden, bestimmte Informationspflichten zu erfüllen. Neben diesen so genannten geregelten Märkten, an denen der Anleger sich relativ sicher sein kann, dass dort keine unseriösen Emittenten auftreten, gibt es noch den so bezeichneten Grauen Kapitalmarkt. Als ein Grauer Kapitalmarkt wird der Bereich der Geldanlagen bezeichnet, der keiner staatlichen oder sonstigen Überwachung unterliegt. Sowohl seriöse Anbieter „tummeln“ sich an diesem Kapitalmarkt, aber leider auch einige Anbieter, deren Angebote man als äußerst problematisch bezeichnen muss. Es ist zwar nicht generell so, dass der Anleger am Grauen Kapitalmarkt nur sehr risikoreiche Angebote findet, aber dennoch sind die Anlagerisiken in diesem Segment des Kapitalmarktes natürlich deutlich höher als beim geregelten Markt. Das deutlich höhere Risiko leitet sich nicht unbedingt von den Produkten ab, denn Optionsscheine, die an der Börse und somit an einem geregelten Markt angeboten werden, sind sicherlich nicht weniger risikoreiche Investments als welche, die man am Grauen Markt vorfinden kann. Das erhöhte Risiko besteht am Grauen Kapitalmarkt vor allem deshalb, weil die Emittenten eben keinen Kontrollen unterliegen. Daher ist es etwas drastisch formuliert auch möglich, dass ein Handwerksbetrieb „um die Ecke“ eine Unternehmensanleihe anbietet, die am „normalen“ Markt überhaupt kein Interesse finden würde, geschweige denn etwaige Auflagen erfüllen könnte. So hoch wie die angesprochenen Risiken, so hoch sind am Grauen Kapitalmarkt allerdings auch die Chancen, dass man doch mit etwas Glück eine sehr gute Rendite erzielen kann. Angeboten werden an diesem Kapitalmarkt vorwiegend so genannte Nischenprodukte, welche zwar ein hohes Risiko beinhalten, aber auch mitunter hohes Ertragspotential besitzen. Als Beispiel kann man sich eine Aktie vorstellen, die aufgrund fehlender Voraussetzung nicht zum „offiziellen“ Börsenhandel zugelassen ist, aber am Grauen Markt Abnehmer findet. Falls dann zum Beispiel ein „bahnbrechendes Produkt“ von diesem Unternehmen produziert wird, könnte der Kurs der Aktie durchaus „explodieren“. Vorwiegend werden am Grauen Kapitalmarkt Unternehmensbeteiligungen, Steuersparangebote der verschiedensten Art, Beteiligungen an Immobilien, Termingeschäfte oder auch Beteiligungen an Glücksspielen angeboten. (er)
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