Rentenlücke berechnen und Vorsorge treffen

– Wie kann man Versorgungslücken am effektivsten schließen?

Inzwischen ist den meisten Verbrauchern hierzulande die Bezeichnung Rentenlücke sicherlich ein Begriff, zumal es sich dabei um nichts Positives handelt. Mit der Rentenlücke wird im Prinzip das fehlende Kapital bezeichnet, welches den späteren Rentnern im Alter zur Verfügung stehen wird. Da natürlich jeder Rentner unterschiedlich viel Geld zur monatlichen Verfügung haben muss, um zum Beispiel die Lebenshaltungskosten decken zu können, ist die Rentenlücke auch bei jedem Verbraucher unterschiedlich hoch.

Leider wird es aber den Großteil der arbeitenden Bevölkerung treffen, dass später eine Rentenlücke vorhanden ist. Daher ist es bereits in jungen Jahren wichtig, die spätere Rentenlücke zu berechnen, um ganz gezielt Vorsorge treffen zu können. Denn mit einer guten privaten Altersvorsorge lässt sich die Rentenlücke später sogar in nicht wenigen Fällen komplett schließen. Um die Rentenlücke schließen zu können, muss zunächst erst deren voraussichtliche Höhe errechnet werden. Dabei kann es sich nur um Schätzungen handeln, denn wer zum Beispiel derzeit erst 30 Jahre jung ist, der kann nur schwer absehen, welche Einnahmen- und Ausgaben er im Rentenalter haben wird und wie hoch auf dieser Basis die Rentenlücke sein wird. Am sinnvollsten ist es, wenn man zunächst die im Rentenalter voraussichtlich monatlich anfallenden Ausgaben auflistet, wie zum Beispiel Miete, Versicherungsbeiträgen und Kosten für die Lebensführung.

Im zweiten Schritt muss diesen Ausgaben dann die zu erwartende gesetzliche und eine eventuell ebenfalls vorhandene betriebliche Rente gegenübergestellt werden. Der Saldo aus den zu erwartenden Einnahmen und den Ausgaben ist dann im Prinzip schon die Rentenlücke. Nach der Berechnung der Rentenlücke kann der Sparer nun ein geeignetes Produkt wählen, mit dem er die Lücke schließen möchte. Infrage kommen diesbezüglich private Rentenversicherung, Fondssparplan oder Banksparplan. Wichtig ist nun, dass die Rentenlücke bei der Berechnung der monatlichen Sparrate quasi als Zielwert genommen wird.

Wurde zum Beispiel eine monatliche Rentenlücke von 600 Euro prognostiziert, dann sollte dieser Wert identischen mit der monatlichen Zusatzrente sein, die man aus dem privaten Sparvertrag später nutzen können möchte. Es muss also berechnet werden, mit welcher monatlichen Sparrate man eine spätere Auszahlung von monatlich 600 Euro erreichen kann. Bei einem Sparer im Alter von 30 Jahren könnte die Monatsrate in diesem Fall zum Beispiel 200 Euro betragen. Die Berechnung basiert also vor allem auf dem Alter des Sparers und auch darauf, ab welchem Alter die zusätzliche Rentenzahlung beginnen soll. (er)

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