Lohnen sich in der Schweiz eher Aktien oder Aktienfonds?

– Schweizer Geldanlagen immer noch attraktiv

Nach der Frage, ob sich in der Schweiz eher Aktien oder Aktienfonds lohnen, ist zunächst eine Übersicht über die betreffenden Indizes empfehlenswert. Hierbei sind besonders Branchenfonds interessant. Diese vermitteln ein Bild eines gesamten wirtschaftlichen Sektors. Ein Beispiel hierfür ist der Dow Jones EuroStoxx Health Care. Diese umfasst 13 Wertpapiere aus gesamt Europa. Eine weitere Variante stellt der Dow Jones Stoxx 600 Health Care dar. Diese beinhaltet 34 Titel und ist somit im Vergleich umfassender.

Neben Anteilen aus der Schweiz, sind auch Titel aus Schweden, Dänemark und Großbritannien in diesem Fonds enthalten. Großbritannien nimmt bei vielen Fonds, speziell in der Dienstleistungsbranche oberste Plätze ein. So ist es ebenfalls bei gesamteuropäischen Fonds, welche eine Branche der wichtigsten europäischen Unternehmen zusammenfassen. Die Schweiz nimmt ebenfalls bereits seit einigen Jahren eine wichtige wirtschaftliche Rolle ein. Die stabile und von keinerlei Schwankungen geprägte Schweizer Finanzwelt lockte schon viele Investoren an. So sind es auch einige deutsche Anleger, welche ihr Investment in die Schweiz verlagerten. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass sich die Anlage in Aktien, oder Aktienfonds nach dem Anlageziel und dem Anlagetyp richtet. Das Investment in Einzeltitel trägt ein großes Risiko. Die Rendite, oder der Verlust fallen und steigen mit der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens. Ist dieses branchen-, oder unternehmensintern bedingt wirtschaftlich schwach, so werden auch die Aktienkurse sinken. Dies ist dann gleichbedeutend mit einem Verlust von investierten Geldmitteln für die Anleger.

Ebenfalls bedacht werden müssen Gebühren, welche bei Aktien und Aktienfonds anfallen. Im Gros der Fälle wird so beispielsweise ein Ausgabeaufschlag fällig. Dieser berechnet sich nach dem gesamten Investitionsvermögen. Der Anteil des Aufschlages beträgt in der Regel zwischen drei und sechs Prozent. Natürlich existieren auch Varianten ohne einen Ausgabeaufschlag. Diese schlagen diese dem Vertrieb zugeschriebenen Gebühren jedoch meist auf andere Gebührenposten auf. So ist in einem solchen Falle meist die Verwaltungsgebühr entsprechend angehoben. Diese wird jährlich berechnet. Lohnenswert sind Fonds ohne Ausgabeaufschlag also besonders für kurzzeitige Anlagen. In einem solchen Fall findet dann durchaus eine Einsparung von Gebühren statt.

Die Frage nach der besseren Anlagemöglichkeit lässt sich in diesem Zusammenhang nur schwer beantworten. Dies hängt zum einen von der Risikofreude und zum anderen vom Anlageziel der Investoren ab. Prinzipiell ist ein Aktienfonds eher eine sichere Angelegenheit. Das Ziel eines Schweizer Fonds ist es die Titelauswahl zu streuen. Diese Verteilung minimiert das Risiko. Gleichzeitig können Zusammenbrüche einzelner Unternehmen keine schwerwiegenden Folgen für die Anleger verursachen. Ein Totalverlust der Investition ist somit nahezu unmöglich. Beim Zusammenbruch eines einzelnen Unternehmens kann es sogar zu einer Stärkung und zu einem Wertezuwachs im Fonds selbst kommen.

Meist handelt es sich bei Branchenfonds um Konkurrenten, welche im Fondsvolumen geführt werden. Fällt nun einer dieser Konkurrenten weg, kann dies ein Wachstum für die anderen branchenähnlichen Unternehmen bedeuten. Somit würde der Ertrag für den jeweiligen Kunden in einem solchen Fall ansteigen. Der nächste wichtige Entscheidungsfaktor ist der Zeitraum der Anlage. Kurzfristige Fondsanlagen bürgen ebenfalls ein hohes Risiko. Der Ertrag bei Aktienfonds ist eher auf lange Sicht gesehen als sicher einzuschätzen. Natürlich spielen auch Branche und wirtschaftliche Veränderungen bei der Wertentwicklung der einzelnen Fonds eine wichtige Rolle.

In der Schweiz besonders lohnenswert sind zwei Aktienfonds, welche auch in Deutschland vertrieben werden. Dies ist zum einen der Deka Fonds, welcher auch hierzulande recht bekannt ist. In der Schweizer Fondsrangliste belegt dieser Platz zwei nach Wertsteigerung und Effektivität. Den obersten Platz belegt der DWS Fonds. Beide wurden bereits im Jahre 1994 aufgelegt und entwickeln sich seitdem stetig nach oben. Innerhalb von fünf Jahren wuchs der DWS Fonds um 66%. Ein stattlicher Wert, welcher auch viele deutsche Anleger überzeugte. Auf einen Zeitraum von zehn Jahren hochgerechnet, ergibt dies sogar einen Wert von über 120% Wachstum. Der DWS Fonds kann in einer fünfjährigen Zeitspanne immerhin noch einen Wertezuwachs von 30% verbuchen. Ebenfalls ein guter Wert, jedoch nicht konkurrenzfähig mit dem DWS Fonds. (er)

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