Aktien online kaufen

– Aktienbesitz kann Gewinne aber auch Verluste mit sich bringen

Die Unternehmen machen Gewinne und die Renditen steigen, so steht es in allen Medien. Der interessierte Bürger fragt sich zu Recht, warum sollte ich mein Geld nicht gewinnbringend in Aktien anlegen. Die Renditen sind viel höher, als die Zinsen für das Sparbuch. Die Frage warum das so ist, lässt sich mit wenigen Worten erklären. Der Besitz von Aktien kann Gewinne, aber auch Verluste mit sich bringen.

Das Risiko ein Teil seines Vermögens zu verlieren, ist bei einem Sparbuch nicht vorhanden. Wer trotzdem sein Glück versuchen möchte, der benötigt vor allem eines - starke Nerven. Vorab sollte vielleicht noch darauf hingewiesen werden, dass Aktien immer geordert werden, auch wenn dafür bezahlt wird. Aktien ordern kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen, bei jeder Geschäftsstelle einer Bank, per Onlinebanking oder einen Online-Broker. Die Grundlage für die Order ist das Aktiendepot, welches vorher angelegt werden muss. Ein Depot ist ein Konto für Aktien. Diese werden heute nicht mehr auf Papier gedruckt, sondern sind virtuell vorhanden. Aus diesem Grund wird nach einer Order, die Aktie in das Aktienkonto eingebucht.

Bevor jedoch ein solches Aktiendepot angelegt wird, sollte sich jeder eingehend mit den Geschäftbedingungen der jeweiligen Bank oder Online-Bank beschäftigen. Die herkömmlichen Banken bieten in der Filiale eine Beratung an. Die Beratung enthält vor der ersten Aktienorder eine Aufklärung, gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), dabei sollte der Kunde noch einmal auf die Risiken hingewiesen werden. Des Weiteren lassen die Banken ein Formular ausfüllen, welche Risikohöhe der Kunde bereit ist einzugehen. Je enger die Grenzen gesteckt werden, desto geringer wird die Auswahl - andererseits sinkt in diesem Fall aber auch das Risiko parallel zum zu erwartenden Gewinn. Viele Bankberater geben auch Tipps, welche Aktien ihrer Meinung nach am Besten geeignet sind. Diesen Empfehlungen sollten immer eigene Erkundigungen folgen, da der Bankberater Provision bekommt für einige Aktien. Zu beachten ist ebenfalls, dass die Bank ebenso wie der Online-Broker für jeden Kauf oder Verkauf eine Gebühr erheben.

Diese ist bei Online-Brokern meist günstiger, was bei häufigen Verkaufsaktivitäten schon eine Menge Geld sein kann. Aber es sollte auch Bedacht werden, dass diese Gebühren und eventuelle sonstige anfallende Kosten u. a. Depotgebühren den Gewinn verringern. Der Online-Broker berät seine Kunden nicht, jeder ist völlig auf sich allein gestellt - er wird lediglich die Anweisungen ausführen, die er erhält. Das macht ihn natürlich um einiges günstiger, als die Bankfiliale. Der Depotvertrag wird auf postalischem Weg geschlossen, während der Kauf oder Verkauf direkt online übermittelt wird. Die Kaufaktivitäten gelangen nicht direkt an die Börse, sondern haben einen Vorlauf mit einer Zeitspanne von 15-60 Minuten. Ein klares Für oder Wider, zwischen dem Online-Broker oder der Bankfiliale, kann nicht getroffen werden. Es handelt sich bei jedem Kunden um eine individuelle Entscheidung - welche Ansprüche, im Bezug auf Beratung und Gebühren, er hat. Beide bieten auf jeden Fall eine Sicherung vor zu großen Verlusten an. Sollte die Aktie fallen, dann kann eine Stop-Loss-Oder gegeben werden, dass ist ähnlich einem Notverkauf. Dabei bestimmt der Kunde, ab welchem Wertverfall unter dem Aktienpreis, die Aktie verkauft werden soll.

Wer mit dem Gedanken spielt, in das Aktiengeschäft einzusteigen, der sollte im Voraus einfach mal ein wenig Aktienmonopoly spielen. Dazu wird einfach etwas Spielgeld genommen, und spielerisch die besonders verlockend oder gewinnbringend erscheinenden Aktien in der Theorie gekauft. Nach ein paar Tagen oder Wochen kann einfach nachgesehen werden, wie sich der Kurs entwickelt hat. Festzustellen das, der Spielgeldeinsatz weg ist, ist allemal leichter zu verschmerzen. Noch ein kleiner Tipp zum Schluss, je größer die Aktienvielfalt ist, desto geringer das Verlustrisiko für das eigene Vermögen, aber auch die Gewinne können dadurch geschmälert werden. (er)

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