Definition und Begriffserklärung von Wurzelaktien

– Besonderheiten und Eigenschaften von Wurzelaktien

Wer mit Aktien handeln möchte, der sollte einige gängige Begriffe kennen, die im Bereich Börse regelmäßig auftauchen. Dazu gehört unter anderem die Dividendenrendite, das Kursgewinnverhältnis oder auch zahlreiche Begriffe, die etwas mit dem Börsenhandel zu tun haben. Eine Bezeichnung, die sicherlich die meisten Anleger noch nicht gehört haben, lautet Wurzelaktien. In einem Satz erläutert handelt es sich bei Wurzelaktien um Aktientitel, die zwar zunächst als Wachstumsaktien empfohlen werden, letztendlich aber fast immer Kursverluste erleiden.

Die Bezeichnung kommt deshalb zustande, weil sich der Wert der Aktien nicht nach oben entwickelt, sondern – wie bei einer Wurzel - nach unten „wächst“. Für zahlreiche Anleger besteht das Problem darin, solche Wurzelaktien zu erkennen, denn natürlich möchte kein Kunde derartige Wertpapiere im Bestand haben. Leider ist es allerdings oftmals nicht einmal Experten möglich, echte Wachstumsaktien von sogenannten Wurzelaktien zu unterscheiden. Häufig zeigt sich erst nach einigen Monaten oder Jahren, welche langfristige Entwicklung der jeweilige Aktienwert tatsächlich nehmen wird. Das Gefährliche an Wurzelaktien ist vor allem, dass es sich bei den Kursverlusten nicht nur um vorübergehende Entwicklungen handelt, sondern die Aktienwerte häufig keinen Boden finden.

Damit ist gemeint, dass die Kurse immer weiter fallen, sodass für den Anleger im Prinzip kein Ende in Sicht ist. Auch aus diesem Grund empfehlen Experten, dass generell deutlich häufiger mit Stop-Loss-Aufträgen gearbeitet werden sollte. Zwar lässt sich auch durch eine solche Order nicht verhindern, dass kleinere Verluste entstehen, aber zumindest können diese auf ein erträgliches Maß begrenzt werden. Ein Anhaltspunkt dafür, dass es sich um eine Wurzelaktie handeln könnte, ist unter anderem der Bekanntheitsgrad des Wertpapiers.

Bei den großen Aktiengesellschaften, wie zum Beispiel Telekom oder Deutsche Bank, würde natürlich kein Experte von einer Wurzelaktie sprechen. Handelt es sich hingegen um ein relativ unbekanntes Wertpapier, so ist die Gefahr wesentlich größer, selbst wenn hinter der Aktie angeblich eine plausibel klingende Wachstumsstory stecken sollte. Es sind sogar insbesondere sogenannte Geheimtipps, die sich in der Praxis oftmals als Wurzelaktien entpuppen, deren negative Entwicklung kaum oder in vielen Fällen gar nicht aufzuhalten ist.
(er)

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