Zinskosten beim Dispokredit sehr genau berücksichtigen

– Höhere Dispositionskredite am besten nicht in Anspruch nehmen

Der Dispositionskredit, kurz Dispo oder Dispokredit, ist ein Verfügungskredit, der von der Bank auf dem Girokonto und Gehaltskonto zur Verfügung gestellt wird. Er wird an Arbeitnehmer und Beamte vergeben, die über ein monatlich festes Einkommen verfügen. Selbständige haben in der Regel keinen Anspruch auf einen Dispo Kredit.

Dispokredite können unregelmäßig je nach Bedarf in Anspruch genommen werden. Der Vorteil ist hierbei, dass bei kurzfristigem Kreditbedarf kein Antrag gestellt werden muss. Durch Verfügungen am Geldautomat oder am Bankschalter kann sofort über das Geld verfügt werden. Der Dispo wird allerdings nicht durch monatliche Raten zurückgeführt, sondern tilgt sich durch den Gehaltseingang. Die Zinsen werden vierteljährlich zum Quartalsende berechnet und dem Konto belastet. Viele Banken vergeben den Dispositionskredit ohne Nachfrage der Kunden anhand der monatlichen Einkommen. Er beträgt meist zwischen dem doppelten und dem dreifachen des Gehaltes.

Die Zinsen für Dispo Kredite sind im Vergleich zu anderen Finanzierungsarten sehr hoch. Da das Geld für die Kunden auch bereitgehalten wird, wenn es nicht benötigt wird, entstehen für die Bank hohe Kosten, die durch hohe Zinsen weitergegeben werden. Je nach Institut werden Zinssätze zwischen 14% und 16% p.a. berechnet. Nur Online-Banken bieten den Dispo bereits zu Zinssätzen von 8% p.a. an.
Dies ist im Vergleich zum Ratenkredit sehr teuer. Daher sollten Kunden, die einen kurzfristigen Finanzierungsbedarf haben, eher auf andere Kreditarten wie den Ratenkredit ausweichen. Dieser ist bei Onlinebanken bereits ab 3,9% p.a. zu haben, die Laufzeit beträgt dann 12 Monate.

Ein weiterer Nachteil des Überziehungskredit ist die Unübersichtlichkeit. Viele Kunden haben Probleme, den zur Verfügung stehenden Betrag auf dem Konto zu ermitteln. Zudem werden vierteljährlich die Zinsen gerechnet, die ein weiteres Loch ins Budget reißen. Da der Dispo nicht monatlich zurückgeführt wird, haben viele Kunden kaum eine Möglichkeit, diesen nach der Inanspruchnahme wieder zu reduzieren, da das Budget knapp ist. So können diese Kunden bei kurzfristigem Kreditbedarf nicht mehr auf den Dispo zugreifen, die Verschuldung droht. Besser ist es daher, das eigene Girokonto im Guthaben zu führen. So ist der Überblick über die Finanzen möglich, die Überschuldung wird vermieden. Auch hier empfiehlt es sich, eher einen Ratenkredit aufzunehmen und diesen monatlich zurückzuführen. Die feste Rate kann so problemlos ins Budget integriert werden. (er)

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