Möglichkeiten lukrativer Geldanlagen vergleichen

– Was ist eine Doppelwährungsanleihe?

Im Anlagebereich findet man heute nicht nur Standardprodukte vor, wie zum Beispiel Sparkonten, Tagesgelder, Fonds oder Staatsanleihen, sondern immer öfter auch sehr spezielle Geldanlagen. Nicht wenige dieser speziellen Produkte sind für Anfänger nicht unbedingt geeignet bzw. man muss sich zunächst erst einmal ausführlich über die Produkte informieren, da die Konstruktion mitunter etwas schwerer verständlich ist, gerade für Neulinge im Anlagebereich.

Zu den etwas komplexeren Anlageformen zählen sicherlich auch die Währungsanleihen. Dabei sind die Währungsanleihen im Vergleich zu einigen Varianten sogar noch recht einfach verständlich. Eine solche Variante der Fremdwährungsanleihe ist beispielsweise die Doppelwährungsanleihe. Wie man hier am Namen schon ableiten kann, handelt es sich dabei um eine Währungsanleihe, bei der zwei verschiedene Währungen eine Rolle spielen. Bei der „normalen“ Währungsanleihe ist es hingegen so, dass diese einfach aus Sicht des Anlegers in einer fremden Währung ausgegeben und später auch wieder getilgt werden muss. Etwas anders stellt sich die Konstruktion einer Doppelwährungsanleihe dar. Diese wird am Markt hauptsächlich in zwei möglichen Versionen angeboten. Die erste Variante beinhaltet, dass der Emittent der Anleihe diese in einer bestimmten Währung emittiert, und in dieser Währung erfolgt dann auch die meist jährliche Zinszahlung.

Man bezeichnet diese Währung dann auch als die Emissionswährung. Getilgt wird die Anleihe dann jedoch nicht in dieser, sondern in einer anderen Währung, die demzufolge als Tilgungswährung bezeichnet wird. Die zweite mögliche Variante der Doppelwährungsanleihe ist nur etwas anders, denn hier sind zwar Emissions- und Tilgungswährung auch unterschiedlich, aber die Zinszahlung erfolgt im Normalfall in der Tilgungs- und nicht wie zuvor in der Emissionswährung. Eine solche Doppelwährungsanleihe könnte also so konstruiert sein, dass die Anleihe in der Währung US-Dollar emittiert wird, die Zinszahlung sowie die Rückzahlung des Anlagebetrages dann aber in Schweizer Franken erfolgt. Mitunter räumt der Emittent dem Anleger bei der Währungsanleihe sogar die Option ein, dass sich dieser – ob nun bei der Zinszahlung oder auch bei der Rückzahlung des Nennwertes - für eine der beiden Währungen entscheiden kann. Oftmals gibt der Emittent diese Entscheidung jedoch nicht aus der Hand und bestimmt selbst, in welcher Währung Zins- und Tilgungszahlung erfolgen.

Ein Vorteil der Doppelwährungsanleihe ist das etwas verteilte Währungsrisiko, wenn nämlich die Zinszahlung in einer anderen Währung als die Rückzahlung erfolgt. Nutzt der Emittent die erste Variante, also Zinszahlung in der Emissionswährung und Rückzahlung in der Tilgungswährung, so kann er zum Beispiel ein im Ausland vorherrschendes niedrigeres Zinsniveau nutzen. Im Gegenzug kann er sich zudem gegen Währungsrisiken absichern, indem die Tilgung der Anleihe dann in einer (sichereren) inländischen Währung vorgenommen wird. Der Wechselkurs wird dann in der Regel schon in den Emissionsbedingungen festgelegt. Die zweite angesprochene Variante (Emission in der Währung A und sowohl Zinszahlung als auch Tilgungszahlung in der Währung B) wird vom Emittenten hingehen oftmals dann genutzt, falls das Zinsniveau der Rückzahlungs-Währung geringer ist als das Niveau der Emissionswährung. (er)

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