Eigentum kaufen ohne Eigenkapital

– Möglichkeiten einer Vollfinanzierung bei Immobilien prüfen und vergleichen

Das Wohnen in den eigenen vier Wänden ist für die meisten Deutschen ein wichtiges Lebensziel. Derzeit können sehr viele Menschen dieses Ziel auch deshalb erreichen, weil die Immobilienkredite schon seit zwei Jahren sehr günstig sind. In den meisten Fällen ist die Finanzierung des Eigenheims inzwischen sogar preiswerter, als Miete zu zahlen. Da die meisten Verbraucher befürchten, dass die Hypothekenzinsen nicht mehr allzu lange auf diesem niedrigen Niveau verharren werden, möchten viele Menschen den Kauf oder Bau des Eigenheims so schnell wie möglich durchführen.

Zwar raten Experten dazu, zunächst etwas Eigenkapital anzusammeln, bevor die Immobilienfinanzierung in Anspruch genommen wird, aber vom Grundsatz her ist es natürlich auch möglich, Eigentum ohne Eigenkapital zu kaufen und somit eine Vollfinanzierung durchzuführen. Bevor man sich allerdings tatsächlich dafür entscheidet, das Wohneigentum ohne Eigenkapital zu kaufen und damit eine Vollfinanzierung vorzunehmen, sollte man die Vor- und Nachteile kennen. Der einzige Vorteil der Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital ist im Grunde nämlich nur, dass die Finanzierung sofort in Angriff genommen werden kann. Der Kreditnehmer muss nicht erst über Jahre hinweg Eigenkapital ansammeln, um dann vielleicht zu schlechteren Zinsen zu finanzieren.

Wichtig zu beachten ist übrigens in diesem Zusammenhang, dass natürlich auch Eigenleistungen, die man beim Bau einer Immobilie erbringen kann, als Eigenkapital gewertet werden. Grundsätzlich überwiegen allerdings die Nachteile, wenn man sich für eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital entscheidet. Ein großer Nachteil besteht bei der Finanzierung ohne Eigenkapital darin, dass die sehr günstigen Hypothekenzinsen im Grunde alle voraussetzen, dass der Kunde Eigenkapital mit einbringen kann. Bei Hypothekenzinsen im Bereich von zwei Prozent kann man im Prinzip fast immer davon ausgehen, dass die Bank diesen Zinssatz nur dann bereit ist zu vergeben, wenn es sich bei der Immobilienfinanzierung nicht um eine Vollfinanzierung handelt.

Meistens wird seitens der Kreditinstitute davon ausgegangen, dass mindestens 15-20 Prozent des gesamten Finanzierungsbedarfs durch Eigenkapital oder/und Eigenleistungen gedeckt werden kann. Daher kann es sein, dass der Kunde mit Eigenkapital vielleicht nur einen Zinssatz von 1,90 Prozent zahlen muss, während eine Vollfinanzierung einen deutlich höheren Zinssatz von beispielsweise 2,60 Prozent zur Folge hätte. Ein weiterer Nachteil der Finanzierung ohne Eigenkapital ist die höhere monatliche Belastung, die auf den Kreditnehmer zukommt. Diese höhere Belastung in Form der Kreditrate ergibt sich zum einen aus dem angesprochenen höheren Zinssatz und zum anderen auch dadurch, dass eben eine höhere Summe fremdfinanziert werden muss. (er)

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