Festgeldvergleich bei Festgeldrenditen

– Worauf beim Vergleich von Festgeld geachtet werden sollte

Noch vor einigen Jahren galt bei Guthabenszinsen die Regel: Wer sein Geld längerfristig anlegt, erhält einen höheren Zinssatz von der Bank oder Sparkasse. Doch dieser Grundsatz stimmt schon lange nicht mehr, denn selbst für die kürzeste Anlagedauer von einem Tag gibt es beim Tagesgeld nahezu gleich hohe Zinsen wie beim Festgeld.

Die Zinssätze differieren nur um wenige Zehntel Prozent hinter dem Komma. Zurzeit gibt es selbst für Sparbriefe und Festgeldanlagen mit 6 oder 12 Monaten Festzinsdauer kaum höhere Konditionen am deutschen Finanzmarkt. Bei Tagesgeldkonten kann der Zinssatz theoretisch täglich durch die Bank an die aktuelle Kapitalmarktlage angepasst werden, denn Tagesgeldkonditionen sind grundsätzlich variabel. Da viele Banken jedoch gerade bei dieser Anlageform viele Neukunden gewinnen können, halten die Institute die Konditionen bei Tagesgeldern auch über einen längeren Zinssatz konstant bzw. gewähren eine Zinsgarantie für mehrere Monate. Das Geld ist beim Tagesgeld jederzeit verfügbar und ist deshalb für "kurzfristiges Parken" von Vermögen, zum Beispiel vor dem Kauf eines Autos bestens geeignet. Eine Kündigungsfrist gibt es nicht und per Online-Abruf oder telefonischer Anforderung ist das Geld innerhalb eines Tages wieder auf dem Girokonto des Anlegers gebucht.

Um das beste Zinsangebot zu finden, empfiehlt sich immer ein Blick ins Internet. Hier gibt es viele Homepages, auf denen die Konditionen verschiedener Finanzinstitute miteinander verglichen werden. Mittels Link zur jeweiligen Bank kann meist auch direkt online ein Antrag zur Kontoeröffnung gestellt werden. Zu beachten sind lediglich mögliche Kontoführungsgebühren, die anfallen könnten und dass der Zinssatz betragsabhängig gestaffelt sein kann. Hierbei ist es dann durchaus möglich, dass der Guthabenszins ab einer bestimmten Betragsstufe niedriger ist als bei kleineren Anlagesummen. Meist wird dann bis zur Betragsgrenze der höhere Zinssatz vergütet und nur der übersteigende Betrag niedriger verzinst. Tagesgeldanbieter können auch einen Mindestanlagebetrag als Bedingung vorgeben, beispielsweise 3.000 oder 5.000 Euro. Die Zinsen gibt es allerdings ab dem 1. Euro. Zuzahlungen zur Erhöhung des Anlagebetrages sind bei Tagesgeldern jederzeit möglich, während man bei Festgeldern immer nur zum Ablauf der Festzinsperiode das Kapital aufstocken kann. (er)

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