Die Glasversicherung als Bestandteil der Privathaftpflicht und Hausratversicherung

– Bedingungen und Leistungen von Glasversicherungen im Vergleich

Die Hausratversicherung ist immer dann eine wichtige Versicherung, falls bereits ein eigener Hausstand vorhanden ist. Ist der Hausrat nicht nur wenige Tausend Euro wert, sollte auf jeden Fall eine Hausratversicherung abgeschlossen werden. Der Hausrat ist im Zuge dieser Versicherung gegen Zerstörung und Beschädigungen versichert, die verschiedene Ursachen haben können.

Dazu gehört zum Beispiel ein Brand oder auch der Vandalismus. Manche Gefahren können zusätzlich zum Versicherungsschutz mitversichert werden, wie zum Beispiel der Diebstahl des Fahrrades oder Schäden, die durch Überspannung entstanden sind. Glasscheiben, wie zum Beispiel Fensterscheiben oder auch wertvollere Vitrinen, gehören in der Regel nicht zum „gewöhnlichen“ Hausrat. Es gibt aber dennoch eine optionale Möglichkeit, auch sogenannte Glasbruchschäden zu versichern. Möglich ist das mit einer Glasbruchversicherung, die sehr häufig als zusätzlicher Baustein der Hausratversicherung angeboten wird. In der Regel sind in der Glasversicherung sowohl die Gebäudeverglasung als auch die Mobiliarverglasung versichert. Damit sind zum Beispiel Fensterscheiben und eine Glasvitrine gemeint. Auch Türen aus Glas oder der Wintergarten fallen in den Bereich der Gebäudeverglasungen, wären also im Schadensfall ebenfalls durch den Versicherungsschutz abgedeckt.

Wie bei der Hausratversicherung, so sind auch bei der Glasversicherung nicht nur die Kosten versichert, die bei einer Reparatur oder beim Ersatz des beschäftigten Gegenstandes anfallen. Darüber hinaus sind auch mögliche Folgeschäden versichert. Das können zum Beispiel Kosten sein, die infolge von notwendigen Aufräumarbeiten entstanden sein können. Etwas komplex ist manchmal die Feststellung, ob ein sogenannter Glasbruchschaden vorhanden ist oder nicht. Ein kleiner Riss in einer Fensterscheibe oder in einer anderen Glasscheibe, der die Stabilität der Scheibe jedoch nicht beeinflusst, gilt in der Regel noch nicht als versicherter Glasbruchschaden. Ist die Scheibe hingegen im Querformat durchgängig durch einen Riss beschädigt, wird der Schaden in der Regel auch anerkannt und reguliert.

Auch dann, falls sich ein Riss oder ein Sprung von der Rückseite bis zur Vorderseite erstreckt, ist dies einem Glasbruch gleichzusetzen. Nicht versichert sind hingegen Schrammen am Glas oder undichte Stellen. Auch bei der Glasversicherung sollte darauf geachtet werden, dass keine Unterversicherung vorhanden ist. In diesem Fall würde der Versicherer im Schadensfall nämlich nur einen Teil der Kosten übernehmen. Gegen Glasbruchschäden kann nicht nur im Zuge der Hausratversicherung ein Schutz bestehen, sondern auch im Zuge der Haftpflichtversicherung ist der Versicherte gegen Glasbruchschäden versichert. Allerdings ist es hier keine spezielle Glasbruchversicherung, sondern der Versicherungsschutz beinhaltet die Kostenerstattung, falls der Haftpflichtversicherte zum Beispiel die Fensterscheibe oder Vitrine eines Bekannten zerstört.
(er)

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