Den hohen Goldpreis zur Spekulation nutzen

– Anlageformen in Edelmetalle vergleichen

Die Anlage in Edelmetalle hat sich in den letzten zwei Jahren einer ganz besonderen Beliebtheit erfreut. Immer mehr Experten empfehlen derzeit das Investment in Gold, was sicherlich auch mit dem Vertrauensverlust in die Währungen zu tun hat bzw. mit der Euro-Schuldenkrise. Spätestens seit dieser Krise wird Gold immer öfter als krisensichere und auch als eine inflationsgeschützte Anlageform gepriesen.

Grundsätzlich können Anleger zum einen sehr langfristig in Gold investieren, wie zum Beispiel durch den Kauf von Goldbarren oder auch von Goldmünzen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Kunden, die eher mit Gold spekulieren möchten, sich also in kurzer Zeit höhere Gewinne erhoffen. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten, auf welche Art und Weise kurzfristig mit dem Goldpreis spekuliert werden kann. Zurzeit ist eine Spekulation in Gold nach der Auffassung einiger Experten besonders interessant, weil sich der Goldpreis auf einem sehr hohen Niveau bewegt. So hat sich der Goldpreis in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt, wobei der Anstieg besonders im letzten Jahr (2011) sehr groß gewesen ist.

Aus dem Grunde rechnen viele Experten praktisch wöchentlich damit, dass eine Korrektur stattfindet. Diese Korrektur könnte sich dann durchaus im Bereich zwischen 15 bis 25 Prozent bewegen. Für Spekulanten, die an diese Theorie glauben, würde das in der Praxis bedeuten, dass man auf fallende Goldpreise spekulieren müsste. Doch wie kann dies geschehen, wenn man bedenkt, dass die meisten Anleger natürlich auf steigende Goldpreise spekulieren? Wenn auf fallende Goldpreise spekuliert werden soll, dann kommen zunächst einmal Münzen und Barren nicht infrage, und zwar gleich aus zwei Gründen. Zum einen sind Goldbarren und Goldmünzen ohnehin nicht zur kurzfristigen Spekulation geeignet, weil es hier direkt einen Verlust durch die verschiedenen An- und Verkaufskurse gibt.

Zum anderen kann durch den Kauf von Barren und Münzen natürlich nur von steigenden Goldpreisen profitiert werden, da es hier keinen Leerverkauf oder Ähnliches geben kann, wie es zum Beispiel bei Aktien möglich ist. Insofern bleiben zum Beispiel noch die CFDs (Contracts For Difference) übrig, wenn auf einen fallenden Goldpreis spekuliert werden soll. Denn durch dieses Finanzinstrument ist es möglich, quasi nicht vorhandenes Gold zu verkaufen, sodass der Anleger profitieren würde, wenn der Goldpreis innerhalb eines bestimmten Zeitraumes fallen würde. Ob der Goldpreis allerdings tatsächlich fallen wird oder das Niveau weiter ansteigen wird, ist reine Spekulation. Eine weitere Alternative, um auf fallende Goldpreise zu spekulieren, sind die klassischen Optionen und auch die relativ neuartigen binären Optionen. (er)

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