In Aktien mit hoher Dividendenrendite investieren

– Dividendenrenditen berechnen und vergleichen

Viele Anleger, die in Aktien investieren, haben ihre ganz eigene Strategie. So versuchen manche Anleger, in erster Linie Kursgewinne mit den jeweiligen Wertpapieren zu erzielen. Wiederum andere Kunden konzentrieren sich auf exotische Aktien, die bei leichteren Bewegungen am Markt bereits größere Kursschwankungen vollziehen. Oftmals wird auch nur kurzfristig mit Aktien spekuliert, was ein wesentliches Merkmal der Daytrader ist. Es gibt aber auch viele Anleger, die beim Handel mit Aktien langfristig orientiert sind.

Für diese Anleger sind oftmals nicht mögliche Kursgewinne die wichtigste Form der Rendite, sondern die Aktionäre konzentrieren sich in diesem Fall eher auf eine möglichst hohe Dividendenrendite. Es gibt sogar inzwischen einige Strategien, die vorrangig auf eine möglichst hohe Dividendenrendite ausgerichtet sind. Um solche Strategien nachvollziehen zu können, sollte der Anleger allerdings zunächst darüber informiert sein, worum es sich eigentlich bei einer Dividendenrendite handelt. Den Begriff Dividende hat sicherlich jeder Anleger schon einmal gehört. Und zwar stellt die Dividende eine Ausschüttung der Aktiengesellschaft dar, die auf Basis des erzielten Gewinns an die verschiedenen Aktionäre erfolgt. In aller Regel wird die Dividende je Aktie ausgedrückt, sodass die Aktiengesellschaft zum Beispiel veröffentlicht, dass sie im Jahre 2014 eine Dividende von zwei Euro je Aktie zahlen wird. Wichtig zu beachten ist, dass eine nominal hohe Dividende keineswegs automatisch bedeutet, dass der Anleger auch eine hohe Rendite erzielt.

Warum dies nicht so ist, lässt sich leicht an einem Praxisbeispiel erläutern. Angenommen, der Aktionär Max Mustermann hat zwei Aktienwerte im Depot. Die erste Aktie hat einen Kurswert von rund 50 Euro und die entsprechende Aktiengesellschaft hat beschlossen, im nächsten Monat eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie zu zahlen. Beim zweiten Aktienwert, den Herr Mustermann in seinem Depot hat, beschließt die AG die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von sechs Euro. Der Kurs dieser Aktie notiert aktuell bei etwa 300 Euro. Auf den ersten Blick könnten Anleger nun der Meinung sein, dass die zweite Aktie einen deutlich höheren Ertrag ermöglicht, da die Dividende mehr als doppelt so hoch wie bei der ersten Aktie ist.

Dass Herr Mustermann jedoch mit der ersten Aktie eine höhere Rendite erzielt, wird dann deutlich, wenn man einmal die jeweiligen Dividendenrenditen der zwei Aktien berechnet. Die Dividendenrendite ergibt sich dann, wenn die ausgeschüttete Dividende mit 100 multipliziert und anschließend durch den aktuellen Kurs dividiert wird. Im Beispielsfall führt dies dazu, dass die erste Aktie eine Dividendenrendite von fünf Prozent hat, während Herr Mustermann mit der zweiten Aktie eine Rendite von lediglich zwei Prozent erzielt. Obwohl die nominale Dividende der zweiten Aktie also deutlich höher als die der ersten Aktie ist, erzielt Herr Mustermann dennoch mit dem zweiten Aktientitel eine wesentlich höhere Dividendenrendite. (er)

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