Krankenhaustagegeld für Selbstständige im Vergleich

– Zuzahlungen und Eigenanteil bei Krankenhaustagegeld-Versicherungen beachten

Durch die gesetzliche Krankenversicherung sind viele Millionen Deutsche sehr gut abgesichert, was medizinische Behandlungen und die damit in Zusammenhang stehenden Kosten betrifft. Dies trifft vor allem für alle Arbeitnehmer zu, da diese in der Regel pflichtversichert sind. Auch im Fall der Arbeitsunfähigkeit sorgt die gesetzliche Krankenkasse nach gewisser Zeit dafür, dass das Einkommen zu einem bestimmten Prozentsatz weiterhin gesichert ist.

Konkret nimmt der Arbeitgeber zunächst über einen Zeitraum von sechs Wochen die volle Lohnzahlung vor, falls der Beschäftigte aufgrund einer Krankheit nicht arbeitsfähig sein sollte. Nach Ablauf dieser sechs Wochen wird der Lohn dann von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wobei der Krankenversicherte rund zwei Drittel seines Einkommens erhält. Diese wichtige Absicherung können allerdings nur abhängig Beschäftigte nutzen, zumindest was die automatische Absicherung betrifft. Bei Selbstständigen gibt es hingegen erst gar keine Lohnfortzahlung, da kein Arbeitgeber existiert. Und sollte sich der Selbstständige für die gesetzliche Krankenversicherung entschieden haben, kann er zumindest einen Tarif wählen, der eine (meistens ab dem 43. Tag) Zahlung des Krankentagegeldes vorsieht.

Alternativ gibt es natürlich auch private Krankentagegeldversicherungen, die der Selbstständige abschließen kann. Das Problem bei diesen Versicherungen ist jedoch häufiger, dass die Absicherung recht teuer ist, vor allem wenn die Leistung schon ab dem 1. Krankheitstag erbracht werden soll. Aufgrund dieser Tatsache denken viele Freiberufler und Selbstständige darüber nach, sich alternativ für eine Krankenhaustagegeldversicherung zu entscheiden. Im Unterschied zum Krankentagegeld wird das Krankenhaustagegeld allerdings nur dann gezahlt, falls sich der Versicherte in stationärer Behandlung befindet.

Somit bietet das Krankenhaustagegeld natürlich keinen so weitreichenden Schutz, wie es beim Krankentagegeld der Fall ist. Dennoch sind nicht wenige Selbstständige der Meinung, dass sie ohnehin nur dann nicht arbeiten können, wenn sie aufgrund einer schweren Erkrankung im Krankenhaus liegen müssen. Wer dann zum Beispiel eine Grippe oder eine Magenerkrankung hat und sich als Arbeitnehmer vielleicht krankschreiben lassen würde, kann als Selbstständiger oftmals zumindest ein paar Stunden tätig sein. Die Krankenhaustagegeldversicherung funktioniert so, dass die zwei Parteien zunächst vereinbaren, wie hoch das Krankentagegeld sein soll. Wird dann eine stationäre Behandlung notwendig, so erhält der Versicherte pro Tag des Aufenthaltes das vereinbarte Tagesgeld ausgezahlt. (er)

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