Wahl der besten Kredit-Zinsfestschreibungsdauer

– Im Immobilien-Kreditbereich die Zinsentwicklung vergleichen

Die Zinsfestschreibungsdauer spielt im Finanzierungsbereich ausschließlich im Rahmen eines Hypothekendarlehens eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bei anderen Darlehen wie Ratenkredit oder Dispokredit sind die Zinsen entweder variabel (Dispokredit) oder für die gesamte Darlehensdauer ohnehin festgelegt (Ratenkredit). Beim Immobilienkredit bzw. beim Hypothekendarlehen ist es hingegen so, dass sich der Kreditnehmer bezüglich den Zinsen zwischen zwei Varianten entscheiden kann, nämlich für eine variable Zinsgestaltung und für eine Zinsfestschreibung von fünf, zehn oder heute auch mitunter für 15, 20 oder gar 30 Jahre.

Es müssen also mitunter gleich zwei Entscheidungen vom Kunden getroffen werden, denn hat man sich grundsätzlich für eine Zinsfestschreibung entschieden, ist in einem zweiten Schritt noch zu klären, für welchen Zeitraum die Zinsen festgeschrieben werden sollen. Für einen variablen Zinssatz entscheidet man sich in der Regel nur dann, wenn die Zinsen auf einem so hohen Niveau sind, dass man fast sicher von einem zukünftigen Sinken der Hypothekenzinsen ausgehen kann. Sind die Zinsen jedoch recht niedrig oder werden zukünftig steigende Zinsen erwartet, dann empfiehlt sich die Zinsfestschreibung. Die Wahl der besten Zinsfestschreibungsdauer ist nicht ganz einfach, da natürlich keiner mit Sicherheit vorhersagen kann, wie sich die Hypothekenzinsen in zwei, fünf oder sogar in zehn Jahren entwickeln werden. Man steht daher oftmals vor der Frage, ob man sich den derzeit gültigen Zinssatz zunächst einmal für fünf Jahre oder direkt für 10, 15 oder 30 Jahre sichern soll.

Bindet man sich zum Beispiel fünf Jahre an den Zinssatz kann es durchaus passieren, dass die Zinsen dann in fünf Jahren auf einem sehr hohen Niveau sind. In diesem Fall hätte man sich dann natürlich besser für eine Zinsbindung für zehn Jahre oder noch länger entschieden. Allerdings kann einem das Gleiche natürlich auch bei einer Zinsbindung von zehn Jahren passieren. Daher sollte man die Wahl der Zinsfestschreibungsdauer am besten daran fest machen, auf welchem Niveau sich die Hypothekenzinsen im Vergleich zur Vergangenheit aktuell befinden. Schaut man sich beispielsweise die derzeitige Situation bei den Hypothekenzinsen im Februar 2010 an, so sind die Zinsen auf einem historischen Tief.

Derzeit kann es eigentlich bezüglich eines neu abzuschließenden Immobilienkredites hinsichtlich der Zinsfestschreibung nur eine Entscheidung geben, nämlich eine Zinsfestschreibungsdauer zu wählen, die so lange wie möglich ist, also im Idealfall bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens. Derzeit würde man demnach bei einer Erstfinanzierung am besten eine Zinsbindung von 25 oder 30 Jahren wählen. Diese Entscheidung ist natürlich nicht immer so einfach wie in der aktuellen Situation, denn läge der Zinssatz im Durchschnitt nicht bei 3,50 Prozent sondern zum Beispiel bei 5,50 Prozent, wäre eben die Frage, ob man sich nicht zu lange binden soll, weil man vielleicht in fünf oder zehn Jahren günstigere Zinsen erhalten kann. (er)

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