Möglicher Nebenverdienst bei Frührente

– Besteuerung und Höchstgrenzen beim Hinzuverdienst von Frührentnern

Die Regelaltersgrenze beträgt in Deutschland derzeit 67 Jahre und wurde in Schritten von 65 Jahren erhöht. Es sind jedoch bei Weitem nicht alle Arbeitnehmer, die diese Regelaltersgrenze überhaupt erreichen. So gibt es jährlich einige Hunderttausend Personen, die in Frührente gehen. Frührente bedeutet nichts anderes, als dann man vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente geht. Die Gründe für den früheren Eintritt ins Rentenalter sind vielfältig.

Oft gibt es gesundheitliche Gründe oder das Unternehmen bietet dem Mitarbeiter von sich aus an, dass er in Frührente gehen kann. Die Frührente ist allerdings meistens in der Hinsicht mit einem finanziellen Nachteil verbunden, als dass der Frührentner natürlich erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze seine volle gesetzliche Rente erhält. Es werden nämlich pro Monat, den man früher in Rente geht, 0,3 Prozent von der „Vollrente“ abgezogen. Auch aus dem Grund suchen viele Frührentner nach einem Nebenverdienst, um die aktuelle Rente aufzustocken. Grundsätzlich kann sich natürlich jeder Frührentner einen Nebenjob suchen, jedoch müssen in diesem Zusammenhang bestimmte Verdienstgrenzen beachtet werden, denn man darf nicht unbeschränkt zur Frührente hinzuverdienen. Je nachdem, welchen Betrag man sich zur Frührente hinzuverdient, kann die Kürzung der Rente zwischen einem Drittel bis zu 100 Prozent der Rente betragen.

Die Berechnung des Nebenverdienstes bzw. der exakten Kürzung der Rente wird nach einem System vorgenommen, welches dem Laien sicherlich in vielen Fällen relativ kompliziert erscheinen wird. Das liegt auch daran, dass die Höhe der Kürzung von diversen Faktoren abhängig gemacht wird und daher keineswegs für alle Frührentner identisch ist. Beeinflussende Faktoren sind zum Beispiel, um wie viele Jahre früher der Verbraucher in Rente gegangen ist und welchen Betrag er hinzuverdienen möchte. Zudem ist die Kürzung keineswegs proportional zur Überschreitung der Höchstgrenzen.

Wer zum Beispiel nur wenige Euro über der Höchstgrenze liegt, muss unter Umständen mit einer Kürzung der Frührente um 33 Prozent rechnen. Grundsätzlich ist bei einem Nebenverdienst generell zu beachten, dass dieser der Rentenversicherung auf jeden Fall mitgeteilt werden muss, auch wenn der Verdienst unterhalb der Grenzen liegt. Wer allerdings heute mit 65 Jahren in Frührente geht und daher noch einige Monate oder maximal zwei Jahre bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze hat, der kann so viel Geld hinzuverdienen, wie er möchte. Denn Rentenabzüge gibt es in diesem Fall nicht. Bis zu 400 Euro sind in dem Zusammenhang auch steuerfrei und sozialabgabenfrei. (er)

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