Renditevergleich bei Auslandsanleihen

– Anlagerisiken bei Auslandsanlagen im Vorfeld minimieren

Gerade im Bereich der Rentenpapiere, ebenso als Renten oder Anleihen bekannt, steht dem Anleger eine große Auswahl zur Verfügung. Zwar sind viele Eigenschaften und Merkmale der unterschiedlichen Anleihearten identisch, aber es gibt durchaus auch Unterschiede, die man als Anleger kennen sollte. Daher lassen sich die Anleihen auch in verschiedene Arten einteilen. So gibt es zum Beispiel nach Art des Emittenten differenziert Unternehmensanleihen oder auch Staatsanleihen.

Wenn Anleihen aus Sicht des Anlegers von einem ausländischen Emittenten ausgegeben werden, dann werden solche Rentenpapiere auch als Auslandsanleihen bezeichnet. Zwar sind damit noch keine besonderen Eigenschaften der Anleihe verbunden, sondern es wird dadurch lediglich ausgesagt, dass die Anleihe von einem ausländischen Emittenten stammt. Dennoch raten Banken und Anlageberater bei Auslandsanleihen gegenüber den inländischen Anleihen oftmals zur Vorsicht, wobei zwei mögliche Risiken besonders im Fokus stehen. Die Auslandsanleihen werden von zwei möglichen Emittenten ausgegeben, nämlich einem ausländischen Staat oder einem ausländischen Unternehmen, zum Beispiel einer Bank oder einem Industrieunternehmen. Der Sinn und Zweck der Emission von Anleihen ist im Ausland nicht anders als im Inland, nämlich das Beschaffen von Kapital. Was jedoch im Ausland anders als hierzulande sein könnte, ist die Bonität des Emittenten, und somit auch das sogenannte Emittentenrisiko. So gelten zum Beispiel inländische Anleihen, die vom deutschen Staat emittiert werden (Bundeswertpapiere) als sehr sichere Investments, weil Deutschland als Schuldner eine sehr gute Bonität hat.

Im Ausland kann das Emittentenrisiko jedoch deutlich höher sein, selbst wenn der Staat und nicht ein Privatunternehmen der Emittent der Anleihen ist. Auf diese Komponente sollte bei den Auslandsanleihen stets verstärkt geachtet werden. Eine Möglichkeit das Risiko einzuschätzen ist das Rating, durch welches die Bonität eines Schuldners beurteilt wird. Dem Anleger dient das Rating auch bei Auslandsanleihen zur Orientierung, wie hoch das Anlagerisiko ist. Bei Auslandsanleihen kann neben dem erhöhten Emittentenrisiko aber noch ein zweites spezielleres Risiko hinzu kommen, nämlich das Währungsrisiko. Dies ist jedoch nicht bei allen Auslandsanleihen zu beachten, sondern nur dann, wenn der ausländische Emittent die Anleihen auch in seiner eigenen Währung ausgibt, und diese Währung nicht der Euro ist.

Man bezeichnet solche Auslandsanleihen dann aus deutscher Sicht auch als Fremdwährungsanleihen. Es ist also keineswegs jede Auslandsanleihe auch eine Währungsanleihe, aber andersherum sind die weitaus meisten Fremdwährungsanleihen gleichzeitig auch Auslandsanleihen. Das Risiko besteht bei diesen Fremdwährungsanleihen als Auslandsanleihen darin, dass die Fremdwährung im Laufe der Jahre gegenüber dem Euro an Wert verlieren könnte. In dem Fall würde der Anleger beim späteren „Rücktausch“ in Euro (nach Fälligkeit der Anleihe) nur einen bestimmten Prozentsatz des investierten Kapital zurück bekommen, der jedoch unterhalb von 100 Prozent liegen würde.
(er)

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