Geldanlage in Rentenfonds und deren Renditeprognosen

– Fondsentwicklung von Rentenfonds in der Übersicht vergleichen

Die Frage nach einem sicheren Investment in scheinbar unsicheren Zeiten, beschäftigt die Menschen aktuell wieder besonders. Der Aktienmarkt ließ schon bereits vor einigen Wochen beim Hypothekenskandal das erste Mal Federn. Damit hätte niemand gerechnet. Der richtige Zusammenbruch blieb glücklicherweise aus. Doch nun steht ein neues Problem vor amerikanischen Türen. Der Zusammenbruch der Großbank BEAR STEARNS versetzte viele Anleger in Angst und Schrecken und nur knapp konnte eine Katastrophe verhindert werden.

Der Konkurrent JP MORGAN kaufte die beinahe insolvente Gesellschaft zu einem regelrechten Schnäppchenpreis. Das milliardenschwere Unternehmen erstand den ehemaligen Konkurrenten für nur noch 2 US$ pro Aktie. Dies war sicher ein sehr gutes Geschäft. Der eigentliche Wert des Unternehmens war noch einige Monate zuvor weit höher. Zu noch gut verlaufenden Geschäftszeit war eine Aktie der BEAR STEARNS Bank noch 150 US$ wert. Ein regelrechtes Fiasko blieb in Europa bis jetzt zum Glück aus. Dennoch zogen viele Anleger ihre Konsequenzen aus dieser Misere. Man flüchtet sich mehr und mehr in als sicher geltende Anlagen wie Gold. Auch der hohe Rohölpreis von über 110 US$ pro Barrel heizt die Anlageflucht in Rohstoffe weiter an.

Nun stellt sich die Frage, ob wenigstens noch die als bislang immer sehr sicher geltenden Rentenfonds eine auch weiterhin vertrauenswürdige Anlagevariante bleiben. An diese Stellen Prognosen anzustellen, wie es im Normalfall die Aufgabe von Börsenexperten, wie Fondsmanagern ist, sei in der aktuellen Situation keine empfehlenswerte Idee. Diese Voraussagungen könnten einige Anlagevorhaben in die sprichwörtliche Irre führen. Fest steht, niemand mag so genau im Moment sagen, wie sich der Markt der Rentenfonds weiter entwickeln wird. Sicher ist durch die Anlage in einen solchen nicht gleich alles verloren. Jedoch rechnet man im Normalfall mit einer kleinen, aber sicheren Rendite. Diese bleibt bei vielen Angeboten momentan aus. Im Moment ist es eher der Fall, dass viele Rentenfonds gerade so kostendeckend wirtschaften.

Besorgniserregend gestaltet sich vor allem die Entwicklung bei den langfristigen Angeboten. Hierbei sanken die Zinserträge teilweise schon unter 3% ab. Rentenfonds sind meist auf einen längeren Zeitraum fix angelegt und können nur schwer, oder überhaupt nicht ausgelöst werden. Die Renditen werden von Steuern und den sinkenden Zinssätzen regelrecht aufgefressen. Nach Einschätzung der momentanen Lage ist eine Anlage in Rentenfonds eher nicht zu empfehlen. Wer kann, der sollte auf bessere Zeiten warten. Diese werden auch sicher wieder kommen, es bedarf hierfür nur etwas Geduld. Das Vertrauen in Aktien- und Rentenfonds sinkt dramatisch. Der Goldpreis machte dies diese Woche besonders deutlich. Pro Feinunze mussten sich die Anleger für über 1030 US$ die Rohstoffflucht teuer erkaufen. Kleinanleger wählen diesbezüglich immer häufiger den Krügerrand. Dieser bietet auch für kleines Kapital entsprechende Gegenwerte an und lässt sich problemlos an den Börsen dieser Welt handeln.

Die erwarteten Folgen für den deutschen Aktienmarkt blieben bis jetzt noch aus. Der beinahe Crash in den USA verursachte auch hierzulande bedenkliches Stirnrunzeln. Die amerikanische Regierung erklärte sich zudem bereit den Risikokauf der JP MORGAN Bank mit Steuermilliarden abzusichern. Somit waren auch die Börsianer in den USA vorerst beruhigt und unternehmen keine heftigen Verkäufe ihrer Wertpapiere aus Angst eines totalen Börsenzusammenbruchs. Sollte dies einmal passieren wird auch Deutschland nicht ungeschoren davon kommen. Die Geschichte zeigt uns, welche Folgen ein solcher Crash haben kann. Explodierende Arbeitslosenzahlen und zunehmende Armut wären nur einige Folgen.

Derzeit geht es Deutschland glücklicherweise wirtschaftlich fast hervorragend. Im Gegensatz zur US amerikanischen Finanzwelt boomen bei uns die Geschäfte. Der Export ist so stark wie nie und der Euro klettert weiter nach oben. Langfristig ist ein starker Euro jedoch nicht gerade als positiv zu werten. Diese könnte über Kurz, oder Lang die Auftragslage schnell stagnierend beeinflussen. Doch noch kann sich hierzulande niemand beschweren. Besonders Unternehmen, welche ihre Produkte, oder Rohstoffe direkt aus den USA beziehen, klatschen derzeit in die Hände. Der höchste Eurostand aller Zeiten macht das Einkaufen in US$ zum reinen Vergnügen.
(er)

weitere Artikel
Wie sicher sind Prognosen bei Rentenfonds?

In heutiger Zeit Prognosen bezüglich des Aktienmarktes abzugeben ist sicherlich eine schwierige Angelegenheit. Nicht zuletzt der Börsenabsturz in den USA brachte einige Sichergeglaubte ins Wanken. Auch die als sicher geltenden ...weiter

Worauf Manager von offenen Immobilienfonds alles achten

Die ausgewogene Streuung von offenen Immobilienfonds, beziehungsweise deren Investments sind extrem prägnant. Besonders allseits befürchtetes Risiko spielt eine große Rolle. Um dieses so klein wie möglich zu halten ist es ...weiter

Wie viele belgische Aktienfonds gibt es?

Belgien ist ein Land, welches kaum Rohstoffe besitzt. Daher ist die Wirtschaft, ähnlich wie die deutsche Wirtschaft, sehr stark auf den Export von Produkten ausgerichtet. Zu den hauptsächlichen Ausfuhrprodukten zählen ...weiter

Lohnen sich in der Schweiz eher Aktien oder Aktienfonds?

Nach der Frage, ob sich in der Schweiz eher Aktien oder Aktienfonds lohnen, ist zunächst eine Übersicht über die betreffenden Indizes empfehlenswert. Hierbei sind besonders Branchenfonds interessant. Diese vermitteln ein ...weiter

Wie viele Fonds gibt es in der Schweiz mit Schwerpunkt Schweizer Aktien?

Per 30.042008 wurde ist es offiziell: Bislang waren 83 Aktienfonds in der Schweiz mit Schwerpunkt „Schweizer Aktien“ zum öffentlichen Vertrieb zugelassen worden. Weitere 26 Fonds investierten in Unternehmen mit mittlerer ...weiter