Schwellenländer-Börsen beinhalten Risiken für Anleger

– Investitionen in Schwellenländer-Aktienfonds

Anleger entscheiden sich hierzulande meistens für eine deutsche Börse, wenn Wertpapiere wie Anleihen oder Aktien gehandelt werden sollen. Insbesondere bei Aktien ist es so, dass es eine große Auswahl gibt, sodass zahlreiche Anleger bevorzugen, Aktien nach bestimmten Kriterien zu selektieren. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel darin, sich für Aktienwerte zu entscheiden, die einer bestimmten Branche zugehörig sind. So gibt es beispielsweise Kunden, die sich ausschließlich für Bankaktien oder auch für Chemieaktien interessieren.

Eine weitere Selektionsmöglichkeit besteht in der Hinsicht, als dass sich die Anleger für Aktien eines bestimmten Landes entscheiden. Einer solchen Strategie folgen hierzulande zahlreiche Kunden, indem sie beispielsweise ausschließlich deutsche Standardwerte kaufen. Während die meisten deutschen Aktien ein vergleichsweise wertbeständiges und in gewissem Sinne langfristig betrachtet auch ein sicheres Investment darstellen, sieht dies in anderen Ländern teilweise komplett anders aus. Wenn es um höhere Risiken geht, sind hier sicherlich vor allem die sogenannten Schwellenländer-Börsen zu nennen. Diese Börsen mit ihren jeweiligen Aktien, die notiert werden, beinhalten teilweise erhebliche Risiken für Anleger. Unter den Schwellenländern werden solche Staaten verstanden, bei denen es sich noch um keine Wirtschaftsnationen handelt, die allerdings auch nicht mehr in den Bereich der Entwicklungsländer gehören.

Im Fachbereich wenn diese Staaten auch unter dem Begriff Emerging Markets zusammengefasst, sodass es sich dabei mittlerweile um ein spezielles Anlagegebiet handelt. Derzeit sind es vor allen Dingen die fünf BRICS-Staaten, die in den Bereich der Schwellenländer fallen. Dazu gehören Brasilien, Indien, Südafrika, Russland und China. Wer als Anleger in einem oder mehreren dieser Länder investieren möchte, der kann dies beim Aktienkauf an den jeweiligen Börsen der Schwellenländer tun. Die Schwellenländer-Börsen beinhalten vor allen Dingen deshalb ein erhöhtes Risiko, weil schlichtweg zahlreiche Unternehmen, deren Aktien an den Börsen notiert werden, bei Weitem nicht so stabil wie beispielsweise europäische Aktiengesellschaften sind.

Dies führt für Anleger dazu, dass die Kurse der entsprechenden Aktien teilweise erheblich schwanken können und auch Verluste im deutlichen zweistelligen Bereich nicht ungewöhnlich sind. Demzufolge ist es sehr wichtig, dass sich Anleger des hohen Risikos bewusst sind, welches sie mit einem Investment in den Schwellenländer-Börsen eingehen. Auf der anderen Seite warten allerdings auch teilweise erhebliche Gewinne, die es an zahlreichen Schwellenländer-Börsen in der jüngeren Vergangenheit bereits gab. (er)

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