Sichere Geldanlagebereiche in der Betrachtung

– Anlageformen die als eher sicher und empfehlenswert einzustufen sind

Der Besitz von Geld allein macht nicht glücklich, besagt der Volksmund. Und er hat Recht, dass Geld soll Gewinn bringen und sich vermehren. Die einfachste Möglichkeit sein Vermögen zu vermehren, ist eine Geldanlage. Die Anlagemöglichkeiten sind vielfältig und nicht jede Form der Geldanlage ist auch sicher. Eine einfache Faustregel lässt auf die Sicherheit der Anlage Rückschlüsse ziehen, je höher der versprochene Zins oder die Rendite, desto risikoreicher ist die Art der Anlage.

Die klassische Sparbüchse oder das Geld unter der Matratze verstecken, ist keine sichere Geldanlage. Zunächst ist es ein Anreiz für Diebe, aber das Geld verliert ebenso durch die Inflation an wert. So schrumpft das Ersparte eher, als das es sich vermehrt. Die sicherste Methode zumindest die Inflation zu umgehen, ist ein Sparbuch oder Girokonto. Bei diesen beiden Formen der Anlage decken die Zinsen die jährliche Inflation ab, bringen aber nur eine minimale Wertsteigerung für den Besitzer. Besser hinsichtlich der Gewinne und ähnlich sicher ist das Tagesgeld. Hierbei wird das Geld für einen festen Zinssatz, über eine festgelegte Laufzeit der Bank zur Verfügung gestellt. Die Sicherheit liegt einerseits, in dem bereits vorher festgelegtem zu erwartenden Gewinn durch die Zinsen, anderseits verfügen die Banken über Sicherheiten bei den Zentralbanken. Eine ähnliche Form der Geldanlage wie das Tagesgeld sind die Bundesschatzbriefe.

Der Anleger kann sich direkt bei der deutschen Finanzagentur sogenannte Bundesschätzchen kaufen. Das mag sehr konservativ klingen, aber es ist eine sichere Geldanlage. Der Bund, also der Staat, haftet für die Rückzahlung und die vereinbarten Zinsen. Demselben Prinzip folgen die festverzinslichen Wertpapiere. Der Unterschied liegt in der Sicherheit. Hierbei werden Unternehmen über eine feste Laufzeit für einen festen Zinssatz das Geld zur Verfügung gestellt. Dadurch lassen sich zum Beispiel Kredite bei der Bank vermeiden. Das Risiko liegt hier in der Möglichkeit des Konkurses des Unternehmens. Eine weitere Anlagemöglichkeit ist der Pfandbrief. Er unterscheidet sich von dem festverzinslichen Wertpapier darin, dass zwischen Anleger und Unternehmen eine Pfandbriefbank als Vermittler fungiert. Sie garantiert auch für den Fall des Konkurses des Unternehmens das eigene Geld ab. Eine relativ sicher Geldanlage ist die Immobilie, zuerst einmal das eigene Haus oder die Eigentumswohnung. Hierbei sollte nicht vergessen werden, dass eine Immobilie auch Geld kostet durch die Unterhaltung und den Werterhalt. Der Wiederverkaufswert liegt über dem Kaufpreis.

Die Immobilienpreise hängen an der gesamtwirtschaftlichen Lag eines Landes, daher kann eine Gewinngarantie nicht gegeben sein. Eine weitere Geldanlage ist Gold und Edelmetalle. Dabei lässt sich zwischen zwei Ausgabeformen unterscheiden, dem Barren und der Münze. Der Wert ist von der Form unabhängig, da der reine Goldwert den Kaufpreis bestimmt. Diese Anlage ist zumindest sicher, da der Goldpreis ziemlich konstant ist. Der Anleger hat einen Gegenwert zu seinem Geld, der greifbar ist und dessen Wert er selbst prüfen kann. Etwas ungewöhnliche, aber trotzdem sichere Geldanlagen sind Briefmarken und Kunstgegenstände. Diese Anlage ist allerdings weniger geeignet, wenn das Geld später einmal benötigt wird. Der Wert solcher Anlagen steigt mit der Zeit, aber ein Wiederverkauf fällt oft schwer. Zumal auch immer erst ein Käufer gefunden werden muss und es keine Absicherung für den Besitzer gibt, wie hoch der Gewinn für ihn ausfällt. (er)

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