Sichere Geldanlagen und Einlagensicherung

– Geld anlegen bei ausländischen Banken ohne Risiko

Sichere Geldanlagen werden besonders in Krisenzeiten verstärkt nachgefragt. So ist für viele Anleger die Sicherheit der Geldanlage auch deutlich wichtiger als eine sehr hohe Rendite. Dennoch muss man sich vor der Auswahl der Geldanlage auf jeden Fall bewusst machen, dass eine hohe Sicherheit immer auf Kosten der Rendite gehen wird.

Besonders sichere Produkte weisen fast immer eine eher durchschnittliche bzw. relativ geringe Rendite auf, während man hohe Erträge im Grunde nur mit dem Eingehen eines erhöhten Risikos erzielen kann. Was aber sind überhaupt sehr sichere Geldanlagen? Grundsätzlich kann man vier verschiedene Arten von Finanzprodukten nennen, die als sehr sicher bezeichnet werden können. Das sind zum Beispiel Tagesgeld, Spareinlagen, Termingeld (Festgeld) und Bundeswertpapiere. Zumindest bei den drei zuerst genannten Produkten ist die so genannte Einlagensicherung die Säule der großen Sicherheit. Einlagensicherung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass auf dem Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder Sparkonto angelegte Kapitalsummen insoweit geschützt werden, dass Gläubiger der Einlage das Geld immer zurückbekommen, auch wenn die Bank „pleite“ gehen sollte. Allerdings muss man hier eine Einschränkung machen, nämlich bezüglich der geschützten Anlagesumme. Im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung, die auf einen Beschluss der Europäischen Union basiert, müssen mindestens 50.000 Euro durch das System abgesichert sein, natürlich je Kunde.

Ab 2011 soll der Betrag verdoppelt werden, dann sind also per Gesetz 100.000 Euro im Rahmen der Einlagensicherung geschützt. Nun werden sicherlich manche Anleger sagen, 50.000 Euro ist zwar schön und gut, aber ich möchte 80.000 Euro anlegen. Aber auch in diesem Fall greift die Einlagensicherung, zumindest in Deutschland, in fast allen Fällen. Über die gesetzliche Sicherung hinaus gibt es nämlich noch die freiwillige, also eine rein private Einlagensicherung vieler deutscher Kreditinstitute. Diese sind Mitglied in Einlagensicherungsfonds und garantieren sich somit gegenseitig, im Falle von Zahlungsschwierigkeiten einer Mitgliedsbank dieser zu helfen bzw. die Kundeneinlagen zu schützen.

Die abgesicherte Anlagesumme ist in diesem Bereich sogar deutlich höher als bei der gesetzlichen Einlagensicherung. Die exakte Höhe richtet sich nach der Art des Fonds. Bei den Volksbanken- und Raiffeisenbanken, sowie auch bei den vielen Sparkassen in Deutschland sieht es zum Beispiel so aus, dass die Kundeneinlagen auf den zuvor genannten Kontoarten unbegrenzt geschützt sind. Bei anderen Banken garantieren die Fonds zum Beispiel bis zu einer Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank diese Absicherung, was in der Regel einen Betrag von vielen Millionen Euro (pro Kunde) ausmacht. Bundeswertpapiere schließlich sind genauso sicher, da hier der Staat selber als Emittent die Einlagensicherung direkt übernimmt. (er)

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