Sicherheit vor Rendite beim Wertpapierhandel

– Was beinhaltet das Wertpapierhandelsgesetz?

Wenn man in Deutschland mit Wertpapieren handelt und vor allem, wenn der Handel mit Wertpapieren angeboten wird, müssen in diesem Zusammenhang ganz bestimmte gesetzliche Vorschriften beachtet werden. Das „zuständige“ Gesetz ist das so genannte Wertpapierhandelsgesetz, auch kurz als WpHG bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein deutsches Bundesgesetz, welches in der Hauptsache der Kontrolle von Wertpapiergeschäften und in diesem Zusammenhang zu treffenden Regelungen dient.

Erstmals in Kraft trat das Wertpapierhandelsgesetz im August des Jahres 1994, wobei die letzte Änderung vor kurzer Zeit, nämlich im April 2011, erfolgte. Neben seinen Funktionen ist das WpHG zudem auch die rechtliche Basis für die Arbeit der obersten Bundesaufsichtsbehörde in diesem Bereich, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen, kurz als BaFin bezeichnet. Das WpHG reguliert sehr viele Dinge, die im Zusammenhang mit dem Handel von Wertpapieren beachtet werden müssen. Anzuwenden ist das Wertpapierhandelsgeschäft von allen Dingen auf Geschäfte, die eine der folgenden Eigenschaften aufweisen. Anzuwenden ist das WpHG zum Beispiel bei allen Geschäften, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen im Wertpapierbereich stehen. Ein typisches Beispiel ist der Online-Broker, über dessen Plattform der Anleger Wertpapiere handeln kann.

Weitere betroffene Geschäfte sind der Handel mit Finanzinstrumenten, sowohl börslich als auch außerbörslich, der Abschluss von Finanztermingeschäften, Veränderungen der Stimmrechte bei Inhabern von Aktien, die an der Börse notiert werden und bei Finanzanalysen. Insgesamt besteht das Wertpapierhandelsgesetz aus 13 Abschnitten, die 47 verschiedene Paragraphen beinhalten. Im Kern betreffen diese in den Paragraphen genannten Regeln und Vorschriften Banken, Broker und sonstige Finanzdienstleister, deren Geschäftstätigkeit zumindest zum Teil in irgendeiner Form mit Wertpapieren zu tun hat. Die 13 Abschnitte des WpHG greifen dabei verschiedene Themen rund um den Handel mit Wertpapieren auf. Neben der bereits genannten rechtlichen Grundlage für die Arbeit der BaFin geht es thematisch zum Beispiel im WpHG auch auf die Insiderüberwachung, also um die Überwachung von Insidergeschäften, die im Wertpapierbereich getätigt werden könnten.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Überwachung und natürlich auch das Verbot von Manipulationen am Markt, wie zum Beispiel durch ein bewusstes Manipulieren eines bestimmten Aktienkurses. Ferner regelt das WpHG auch verschiedene Pflichten, welche die Emittenten von Wertpapieren haben, also zum Beispiel Aktiengesellschaften (Aktien und Anleihen), aber auch Banken und Staaten. So werden zum Beispiel Vorschriften bezüglich der Verhaltens-, Organisations-, Mitteilungs-, Veröffentlichungs- und Transparenz-Pflichten genannt. Weitere Themengebiete des WpHG sind die Überwachung von Unternehmensabschlüssen, Finanztermingeschäfte, Rating-Agenturen, Leerverkäufe und letztendlich auch Straf- und Bußgeldvorschriften, wenn gegen die Gesetze verstoßen wurde. (er)

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